Aus für Hafen in Fonsalía

Die Pläne für einen neuen Mega-Hafen im Südwesten der Insel für 200 Millionen Euro spalten seit 26 Jahren Politik und Gesellschaft. Foto GOBCAN

Die Pläne für einen neuen Mega-Hafen im Südwesten der Insel für 200 Millionen Euro spalten seit 26 Jahren Politik und Gesellschaft. Foto GOBCAN

Das Parlament lehnte es ab, das Projekt weiterzuverfolgen

Teneriffa – Das Vorhaben, einen neuen Passagierhafen in Fonsalía zu bauen, ist definitiv gescheitert. Die Abgeordneten im kanarischen Parlament haben in ihrer Sitzung Ende Oktober das kontroverse Projekt eines neuen Megahafens im Süden Teneriffas mehrheitlich abgelehnt. Damit wird das Projekt nach 26 Jahren nun doch ad acta gelegt. Noch vor 15 Jahren hatten die damaligen Abgeordneten im Regionalparlament die Sache ganz anders gesehen und einstimmig beschlossen, das Projekt voranzutreiben. Der Bau eines neuen Hafens bei Fonsalía galt lange als die Lösung für die Überlastung des Hafens von Los Cristianos.

Der dortige Bürgermeister, José Julián Mena, hat umgehend auf den Beschluss des Parlaments reagiert und erklärt, das Nein für Fonsalía müsse zu einem Ja für den Ausbau des Hafens von Los Cristianos werden. Es sei dringend nötig, eine große Investition in diesen Hafen zu tätigen, sagte er. Mena hatte sich bereits im Sommer ähnlich geäußert und im Zusammenhang mit dem Hafenprojekt für Fonsalía auch Bedenken wegen des möglichen Umweltschadens eines Bauvorhabens dieser Ausmaße geäußert.

Dennoch scheint die Lösung für die Überlastung von Los Cristianos durch den Fährverkehr mit den Nachbarinseln kurzfristig nicht in Sicht.

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