Auf Tuchfühlung mit der deutschen Reisebranche


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Cabildo-Präsident reiste zur Jahrestagung des DRV nach Budapest

Der Präsident des Cabildos von Teneriffa, Ricardo Melchior, reiste Ende November nach Budapest, um an der 58. Jahrestagung des Deutschen Reise Verbands (DRV) teilzunehmen. Als Ehrenmitglied und einziger Spanier nahm Melchior an dem Treffen teil.

Budapest – Sprachprobleme gab es keine, da Teneriffas Cabildo-Chef perfekt Deutsch spricht. „Es ist sehr wichtig für Teneriffa, bei Veranstaltungen dieser Art vertreten zu sein, denn es ist auch eine Art der Tourismusförderung, vor allem wenn wir die jetzige Wirtschaftslage und die neuen Wettbewerbsziele wie die Türkei, Dubai oder Ägypten betrachten“, sagte Melchior.

Der DRV beschreibt sich selbst als „Der Spitzenverband des weltweit größten Quellmarktes für Auslandsreisen“. Mit 60,5 Milliarden Euro geben die Deutschen mehr Geld für Auslandsreisen aus, als jede andere Nation. Der DRV repräsentiert die Reiseveranstalter und Reisebüros aller Organisationsformen und Größen, ebenso wie die Leistungsträger und die ausländischen Fremdenverkehrsämter gegenüber der Politik und der Wirtschaft im In- und Ausland. Rund 5.000 Mitglieder vom inhabergeführten Einzelunternehmen bis zum börsennotierten internationalen Konzern machen den DRV zu einem der weltweit größten und einflussreichs­ten Verbände der Reisebranche.

DRV-Präsident Klaus Laepple machte auf der 58. DRV-Jahrestagung in seiner Grundsatzrede deutlich, dass die Branche im nächsten Jahr vor zahlreichen Herausforderungen steht. Dennoch gab er einen zuversichtlichen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in der Touristik.

Der DRV-Präsident machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass die Reisebranche derzeit vor schwierigen Aufgaben steht: „Die Tourismus-Branche – sowohl die Touristik als auch das Geschäftsreise-Segment – ist ein integraler Bestandteil der Gesamtwirtschaft. Also können wir uns auch nicht von ihrer positiven oder negativen Entwicklung abkoppeln. Auch nicht bei der Kostenentwicklung. Kostensteigerungen gibt es bekanntlich in allen Lebensbereichen, damit also auch in der Reisebranche. Doch eines hat sich in der Vergangenheit immer gezeigt: Wir haben beim Ergebnis immer etwas besser als die Gesamtwirtschaft abgeschnitten. Selbst in Krisenzeiten hat sich unsere Branche immer recht schnell von den Rückschlägen erholt.

Darum blicke ich mit Zuversicht in die Zukunft – warne aber gleichzeitig vor überschwänglicher Euphorie. Die Branche hat kein leichtes Jahr vor sich, das ist unbestritten. Doch die Vorzeichen sind gar nicht so schlecht. Der Buchungsstand von Urlaubsreisen für den kommenden Winter ist sehr erfreulich und der Start für die Sommerbuchungen 2009 verlief bislang ebenfalls viel versprechend – obwohl für den Sommer noch keine aussagefähigen und richtungweisenden Buchungszahlen vorliegen.“

Eines hätten die Krisen der Vergangenheit immer deutlich gezeigt, betonte Laepple: „Die Reiselust haben sich die Deutschen dadurch nicht vermiesen lassen. Urlaub genießt bei den Bundesbürgern einen hohen Stellenwert, eine hohe Konsumpräferenz. Lieber verzichten sie in schwierigen Zeiten auf teure Anschaffungen – das zeigen alle Umfragen und Statistiken.“

Für die kanarische Gesamtwirtschaft ist es wichtig, dass die Inseln auch in Zukunft und trotz der Entfernung ihre Beliebtheit unter den deutschen Reisenden behalten.

Im November vor zwei Jahren fand die Jahreshauptversammlung des DRV in Adeje auf Teneriffa statt. Etwa 900 Geschäftsführer, Vorstände und Inhaber deutscher Reisebüros, Reiseveranstalter und Leistungsträger sowie Vertreter der wichtigsten deutschen Medien kamen auf Teneriffa zusammen. Für die Insel-Tourismusbranche eine hervorragende Gelegenheit, die Vorzüge, Besonderheiten und Highlights des in Deutschland beliebten Urlaubsziels zu präsentieren.




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