Angestellte drohen mit Streik


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Müllabfuhr in Adeje wehrt sich gegen Sparplan der Stadt

Der Sparplan zur wirtschaftlichen Anpassung der Gemeinde Adeje betrifft auch die 160 Angestellten der Stadtreinigung und Müllabfuhr. Die Planung der Stadt sieht vor, künftig die Müllabfuhr und auch die Straßenreinigung an Sonn- und Feiertagen einzustellen, womit geschätzte 1,1 Millionen Euro eingespart werden könnten.

Diese Sonderleistung für den Sonn- und Feiertagsdienst, die den Angestellten nun zu entgehen droht, macht zum Teil bis zu 20% ihres Gehaltes aus, weshalb die Betroffenen einen Streik ankündigen, sollte die Gemeinde nicht einlenken.

Laut Aussage des zuständigen Stadtrats ist die Maßnahme unumgänglich, um die berechneten Einsparungen zu erzielen. Die Abfallbeseitigung an Sonn- und Feiertagen wurde seinerzeit dem mit dem Unternehmen Ascan-Torrabonaf geschlossenen Vertrag hinzugefügt. Das Rathaus sei nun aber nicht mehr in der Lage, diesen Vertragsteil zu erfüllen. Außerdem gehe es darum Maßnahmen zu ergreifen, durch die Entlassungen vermieden werden, erklärte Gonzalo Delgado weiter.

Die Angestellten bleiben derweil bei ihren Streikabsichten, die sie ab Mitte Mai umsetzen wollen. Sie fürchten nicht nur Gehaltskürzungen, sondern wegen eines zu erwartenden Personalüberschusses letztlich auch Entlassungen.

Federico Linares von der Gewerkschaft Intersindical Canaria gab zu bedenken, dass die geplanten Maßnahmen für die Fahrer der Müll-Lkws die Gehaltssenkung von im Schnitt 1.200 auf 1.000 Euro bedeuten, während die Müllarbeiter nur noch 900 Euro monatlich verdienen würden.

Gonzalo Delgado streitet ab, dass es sich bei den Sparmaßnahmen um Gehaltskürzungen handelt und betont, dass die Mitarbeiter lediglich eine Sonderzulage für außerordentliche Dienste an Sonn- und Feiertagen verlieren.




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