Altarretabel von San Telmo renoviert


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Kosten von knapp 20.000 Euro selber getragen

In nur knapp zwei Monaten wurden das Altarbild und das Retabel von San Telmo, der kleinen Fischerkapelle beim Meeresschwimmbad in Puerto de la Cruz, in diesem Sommer restauriert und erstrahlt seither in neuem Glanz.

Schon ein Jahr zuvor, als es um die Sanierung des Daches der Kapelle ging, kam Pfarrer Ángel Castro Martínez, in dessen Verwaltungsobhut die Kapelle liegt, auf die deutschsprachige Katholische Gemeinde zu, die dieses Kleinod als Gottesdienstort nutzt, mit der Bitte, ob man nicht auch die Renovation des Altars und der Paneele ins Auge fassen könne. Viele Gespräche folgten – auch mit der mehr und mehr zunehmenden Gewissheit, dass es keine öffentlichen Zuschüsse für dieses Projekt geben würde.

Trotzdem machte sich die deutschsprachige Katholische Gemeinde an eine Ausschreibung, um zu schauen, welche Kosten wohl in etwa zu bewältigen sein würden. Schließlich wurde das Dach ja auch schon in Eigenregie erneuert, warum also nicht auch das Altarretabel? Als dann der günstigste Kostenvoranschlag zeigte, dass dies zu meistern sei, waren die Formalitäten rasch erledigt, und es ging nur noch darum, das Geld in irgendeiner Form zusammenzubringen. Ein Gemeindemitglied hatte dabei die tolle Idee, das alte Altarretabel zu fotografieren und in ein 1,5 x 2 m großes Puzzle mit 400 Teilen zu verwandeln – das „Renovierungs-Puzzle“ war geboren. So also machten wir uns ans Werk, Puzzleteile zum Preis von 50 Euro zu verkaufen und siehe da – bis zum Ende der Renovierung waren doch immerhin 367 verkauft, sodass die Finanzierung gesichert war.

Wenn Sie dieser Tage mal durch Puerto de la Cruz schlendern und an der Kapelle vorbeikommen, dann schauen Sie sich doch mal in aller Ruhe an, wie das Altarbild restauriert wurd, und wenn Sie noch etwas spenden möchten, dann dürfen Sie dies in einer der dafür vorgesehenen Spendenbüchsen oder auch ganz offiziell bei den Verantwortlichen der Gemeinde tun. Diese sagen an dieser Stelle ein ganz herzliches „Vergelts Gott!“ all jenen, die mit ihrer Spende zum Gelingen dieser Restaurierung beigetragen haben. Schön, dass trotz hoher Renovationskosten die Gemeinde so auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen kann, Menschen, die in Not geraten sind, unter die Arme zu greifen.




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