Alonso will Straßenring schließen


© Moisés Pérez

Der Abschnitt zwischen El Tanque und Santiago del Teide wurde mit 306 Millionen Euro veranschlagt

Trotz der hohen Kosten von über 300 Millionen Euro will das Cabildo, allen voran Inselpräsident Carlos Alonso, den Bau des letzten Teilstückes des Inselstraßenringes zwischen El Tanque und Santiago del Teide angehen. Bei Baubeginn im Sommer 2017 könnte der sogenannte „Anillo insular“ im Jahr 2020 geschlossen werden.

Gegenüber der Tageszeitung Diario de Avisos gab Alonso bekannt, das Projekt zum Bau dieser letzten, zur Schließung des Inselstraßenringes nötigen Strecke und des Tunnels von Erjos sowie das erforderliche Umweltgutachten lägen bereits vor, und derzeit arbeite das Straßenamt an den Bedingungen für das Vergabeverfahren. Noch in diesem Jahr sollen das Verfahren ausgeschrieben und die letzten Enteignungen vorgenommen werden.

Vorher müssen die Regionalregierung und das Cabildo jedoch noch ein entsprechendes Abkommen unterzeichnen, schließlich ist der Inselstraßenring Teil des Abkommens über Straßenprojekte zwischen Region und Staat. Weil dieses infolge der Krise finanziell erheblich geringer ausgestattet wurde und eine Aufstockung der Mittel zumindest kurzfristig nicht absehbar ist, will die Inselregierung das Projekt nun vorfinanzieren. Regionalpräsident Fernando Clavijo soll bereits seine Zustimmung kundgetan haben. 

Alonso plant, einen Teil der aufgrund der Abschaffung des IGTE-Steuerausgleichs eingesparten Gelder für die Schließung des Inselstraßenringes zu verwenden sowie finanzielle Mittel des Cabildos zur Verfügung zu stellen. Später soll die Regionalregierung mit den Geldern aus dem staatlichen Straßenbauabkommen Rückzahlung leisten. 

Gegenüber dem Diario de Avisos erklärte Alonso, der Bau des letzten Abschnittes des Schnellstraßenringes sei mit 305,6 Millionen Euro veranschlagt worden. Über fünf Jahre müssten jährlich 60 Millionen Euro abgezweigt werden. Er gehe davon aus, dass der Staat davon 25 Millionen Euro beitragen könne, das Cabildo würde 15 Millionen Euro plus die eigentlich für die Straßenbahn vorgesehenen 10 Millionen Euro auslegen. Die restlichen 10 Millionen Euro könnten durch die Einsparung des IGTE-Steuerausgleichs finanziert werden. 

„Die Schließung des Ringes ist Priorität“

Bei diversen Treffen zwischen der Regional- und der Inselregierung wurden als Prioritäten für die Erneuerung des staatlichen Straßenbauabkommens sowohl die Schließung des Inselstraßenringes als auch die Erweiterungen der Nord- und der Südautobahn festgelegt. 

Allerdings scheiden sich die Geister der Vertreter des Regionalressorts für Öffentlichen Bau und der Inselverwaltung beim Schnellstraßenring Teneriffas. Während die Region die Verbesserung bereits fertiggestellter Teilstücke für vordringlich ansieht, plädiert das Cabildo für den Bau des letzten Abschnittes und die Schließung des Straßenrings rund um die Insel. Alonso erklärte, er habe sehr klare Vorstellungen in dieser Hinsicht, denn das fragliche Teilstück sei von großer Bedeutung für die Bürger und insbesondere die Einwohner des Inselwestens. Würde der Auftrag in diesem Jahr vergeben, könne im Sommer 2017 der Bau begonnen und der Inselstraßenring 2020 geschlossen werden.




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