Alle für ein neues Santa Cruz


Kopf-an-Kopf-Rennen um Teneriffas Hauptstadt

Die in Frage kommenden Kandidaten – José Manuel Bermúdez, Cristina Tavío und Julio Pérez – kämpfen hart, um nach den Wahlen am 22. Mai in das Rathaus von Santa Cruz einzuziehen.

Insbesondere Bermúdez und Tavío liefern sich ein spannendes Duell. Doch allen Kandidaten ist eines gemeinsam: die Bemühung, sich von früheren Bürgermeistern, Koalitionen, Oppositionen, innerparteilichen Zerwürfnissen und Skandalen abzugrenzen und für eine Erneuerung der Hauptstadt einzustehen.

José Manuel Bermúdez kandidiert für die nationalistische Coalición Canaria (CC). Der 44-jährige gelernte Jurist leitet seit vielen Jahren verschiedene Ressorts der Inselregierung. Momentan bekleidet er den Posten des ersten Vizepräsidenten des Cabildos und leitet das Tourismusamt. Bermúdez tritt mit einem jungen Team an. Zu den Hauptpunkten seines Programms gehört das Versprechen, sich nur dem Rathaus von Santa Cruz zu widmen, jegliche „Krise“ innerhalb der Gemeinderegierung zu vermeiden und die Nähe zum Bürger zu suchen. Insbesondere will Bermúdez Arbeitsplätze schaffen, das familiäre Freizeitvergnügen fördern, den Tourismus anlocken und das öffentliche Stadtbild verschönern. Auch brachte er Ideen wie einen 17 km langen Fahrradweg entlang der Küstenlinie ins Spiel.

Cristina Tavío tritt für die nationale Partido Popular (PP) an. Die 41-jährige Juristin arbeitete bereits als Assistentin eines Europaabgeordneten, bekleidete jahrelang verschiedene Posten in der kanarischen Regierung und leitete eine Abteilung im Rathaus von Santa Cruz. Tavío hat sich ebenfalls mit einem jungen und qualifizierten Team umgeben; sie selber will neben dem Bürgermeisteramt auch die Abteilung für Tourismus und Werbung leiten. Ihr geht es insbesondere um die wirtschaftliche Erholung der Hauptstadt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen, ein Sparprogramm für das Rathaus und mehr Qualität bei den Bürgerdiensten gehören zu ihren Versprechen.

Julio Pérez vertritt die sozialistische Partido Socialista Canario (PSC). Der 60-jährige Jurist war bereits als Präsident der Hafenbehörde, Leiter eines Ressorts der kanarischen Regierung, Universitätsprofessor und Staatssekretär für Justiz tätig. Pérez will sich ebenfalls vor allem für die Schaffung von Arbeit stark machen; unter anderem will er Unternehmen nach Santa Cruz locken. Außerdem will er sich für mehr Gleichheit unter den Stadtvierteln und den Strand von Valleseco einsetzen.

Die Zeitung El Día veröffentlichte unlängst eine Umfrage von Sigmados, die in der zweiten Februarhälfte durchgeführt wurde. Demnach lag Bermúdez’ Coalición Canaria leicht vor Tavíos Partido Popular. Hinzuzufügen ist, dass die CC Ende März mit den nationalistischen Parteien Centro Canario Nacionalista und Partido Nacionalista Canario einen Pakt schloss und gemeinsam antreten wird, um die absolute Mehrheit zu erreichen. Während Tavío zumindest Ende Februar einen höheren Bekanntheitsgrad erreichte als Bermúdez, kehrte sich das Verhältnis bei der Bewertung um. Die beiden liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und auf das Ergebnis darf man gespannt sein.




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