Alkoholkonsum auf der Straße bald verboten


© Moisés Pérez

Puerto de la Cruz droht mit Strafen von bis zu 1.500 Euro

Nach den Exzessen bei dem Fest zu Ehren der Schutzheiligen von Puerto de la Cruz im Juli kündigte die Stadtverwaltung Maßnahmen zur Einschränkung von auf Alkoholkonsum basierenden Ausschweifungen an.

Die Seeprozession der Heiligenfigur am 10. Juli war durch Personen getrübt worden, die stark angetrunken waren und wegen deren Verhalten sogar die Route der Prozession kurzfristig geändert werden musste.

Nun hat der Stadtrat einen neuen Strafenkatalog im Rahmen der Verordnung für das örtliche Zusammenleben verabschiedet. So ist der Alkoholkonsum auf der Straße neuerdings offiziell strafbar. Über die Höhe des Bußgeldes – zwischen 100 und 1.500 Euro – entscheidet die Lokalpolizei von Fall zu Fall. Die Stadt will mit dieser Maßnahme dem Imageverlust durch die öffentlichen Saufgelage in der Nacht entgegenwirken, die vor allem von Jugendlichen veranstaltet werden. Man trifft sich am Parkplatz oder auf der Plaza zum „botellón“, konsumiert hochprozentigen Alkohol, gemischt mit Softdrinks, feiert lautstark, hinterlässt seinen Müll und benimmt sich auch schon mal daneben. Diese im Zuge der Wirtschaftskrise immer beliebter gewordene Alternative des Nachtlebens ist in Puerto de la Cruz zu einem ernsthaften Problem geworden. Nun sagt die Stadt den „botellón“-Treffs den Kampf an. „Wir werden das Verhalten, das gegen das örtliche Zusammenleben verstößt, ausmerzen, denn wir wollen für Puerto de la Cruz ein Nachtleben, das auf dem gegenseitigen Respekt basiert“, erklärte der zuständige Mann im Rathaus der Lokalpresse.




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