Abriss nach der Katastrophe


© Ayto Arona

33 Wohnungen und Geschäfte müssen vorübergehend evakuiert werden

Die Ruine des Apartmenthauses in Los Cristianos, welches am 14. April einstürzte und sieben Bewohner unter sich begrub, wird abgerissen.

Dazu müssen 33 Wohnungen und Ladenlokale in der unmittelbaren Nachbarschaft für zwei Wochen geräumt werden, vor allem, weil die Eingänge der betroffenen Häuser durch die Abrissarbeiten blockiert sein werden. Diese haben am 20. Juni begonnen und sollen zwei Wochen dauern. 

Die Anwohner und Eigentümer von fünf Wohnhäusern wurden zuvor zu einer Informationsveranstaltung geladen, während der die geplanten Arbeiten erläutert und Fragen der Betroffenen geklärt werden sollten. 

Unter den 33 Räumlichkeiten, die während der Abrissarbeiten nicht genutzt werden können, sind neun Geschäfte. Die verbleibenden sind Wohnungen, von denen jedoch nur fünf zurzeit bewohnt sind. 

Besonders hart trifft die Maßnahme die sieben Ladengeschäfte sowie zwei weitere, die schon seit dem Einsturz als Vorsichtsmaßnahme geschlossen bleiben mussten. Für sie ist der Umsatz seit dem Einsturz drastisch zurückgegangen. Einige kämpfen um das wirtschaftliche Überleben.

Der Abriss beginnt erst jetzt, weil zuvor die juristische Untersuchung des Unglücks noch nicht abgeschlossen war. Über die Einsturzursache wurde amtlicherseits bisher nichts bekannt gegeben. Spekulationen über nicht genehmigte Bauarbeiten in einem Geschaftslokal des Gebäudes und Berichte über Risse in den Wänden, die seit einigen Jahren aufgetreten waren, wurden bisher weder bestätigt noch entkräftet.




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