Abfackeln von Containern entwickelt sich zunehmend zum Volkssport


Besorgnis in Santa Cruz

Anscheinend machen sich in Santa Cruz immer mehr Pyromanen einen Spaß daraus, Müllcontainer anzuzünden. Die Zahl der in den letzten Monaten in Brand gesetzten Container ist mittlerweile so groß, dass sich die Zuständigen im Rathaus ernsthafte Sorgen machen.

214 Müllcontainer wurden in den letzten 16 Monaten abgefackelt, teilt das städtische Amt für Bauwesen und Infrastrukturen mit. Dabei seien nicht nur hohe Kosten für den Ersatz der niedergebrannten Mülltonnen angefallen, sondern auch erhebliche andere Schäden entstanden. Oftmals erreichen die Flammen in der Nähe parkende Autos und sogar Geschäfte und Wohnhäuser erlitten durch die brennenden Müllcontainer Schäden.

Über 157.000 Euro hat dieser Vandalismus die Stadt im Laufe dieses Jahres schon gekostet. Nun überlegen die Verantwortlichen, ob es angesichts dieser Situation nicht angebracht wäre, die Müllcontainer aus Plastik durch Metallcontainer zu ersetzen.

Norberto Plasencia vom Amt für Bauwesen bedauert, dass es scheinbar Jugendbanden sind, die immer wieder Container in Brand stecken, allerdings nicht mehr „nur“ an Wochenenden und nach Veranstaltungen, sondern offensichtlich ganz gezielt an bestimmten Tagen. „Manchmal werden an einem Tag gleich mehrere Container angezündet, woraus wir schließen, dass es sich immer wieder um dieselben Brandstifter handelt, die nicht ganz richtig im Kopf sind und sich einen Spaß aus dieser Art von Vandalismus machen“, beschwert sich Plasencia.




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