40 Jahre Lago


© M. Pérez

Am 15. September erinnerte die Stadt Puerto de la Cruz in einer Pressemitteilung an die Eröffnung der Meeresschwimmbadanlage Lago Martiánez.

In den 40 Jahren, die seit der Einweihung vergangen sind, wurden über 36 Millionen Besucher gezählt, darunter sogar die spanische Königsfamilie. Die heute 33.000 Quadratmeter große Freibadanlage gehört zu den bekanntesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Teneriffas.

Die Geschichte der Martiánez-Bäder geht eigentlich auf die 50er Jahre zurück, denn bereits damals ließ ein privater Unternehmer die ersten Schwimmbäder – Lido San Telmo – bauen. Die Idee zur Erweiterung der Badeanlage entstand 1967, und der damalige Bürgermeister Felipe Machado del Hoyo gab das Projekt bei den Ingenieuren Juan Alfredo Amigó und José Luis Olcina in Auftrag. Das Team wurde später mit César Manrique komplett. Damals war das Unternehmen mit 42 Millionen Peseten veranschlagt (252.400 Euro), die aus der Stadtkasse bezahlt wurden. Im September 1971 wurde der erste Teil, die Piscinas de los Alisios, eröffnet.

Nach der Tourismuskrise von 1973 war Puerto de la Cruz auf der Suche nach einer neuen Attraktion – die Idee des Lago Martiánez wurde geboren. Es wird erzählt, dass César Manrique den ersten Entwurf bei einem Treffen im Hotel Las Vegas auf eine Papierserviette zeichnete. Die Bauarbeiten kosteten später etwa 300 Millionen Pesten (1,8 Millionen Euro), die von der Stadt ohne jegliche Subventionen und nur dank eines Bankkredits finanziert wurden. Der Lago Martiánez wurde schließlich im April 1977 mit einer feierlichen Veranstaltung eröffnet.

2005 erklärte die kanarische Regierung die Anlage zum Kulturgut.




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