16. Segelregatta SAR Infanta Cristina


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31 Boote kämpften vor der Küste von Santa Cruz um den begehrten Pokal

Die Kanarischen Inseln sind im Regatta-Kalender des Spanischen Segelverbandes die letzten Veranstaltungsorte dieses Jahres.

Nach der „Copa Príncipe Felipe“, die am letzten September-Wochenende in Las Palmas ausgesegelt wurde, fand vom 2. bis 4. Oktober vor der Küste von Santa Cruz die 16. Regatta um den Cup Infanta Cristina statt, für die die Prinzessin auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Beim RCTN – Real Club Náutico de Tenerife – Ausrichter der Regatta, hatten sich 31 Boote für die Teilnahme angemeldet – darunter prominente Namen wie Azur Puig, Teléfonica Movistar, Caixa Galicia oder das Schiff der spanischen Marine, die Sirius IV, die bei dieser vorletzten Regatta des Jahres noch Punkte für die spanische Meisterschaft sammelten. Zu den Favoriten gehörte auch die „Cepsa Tenerife“ mit Augusto Escobar am Ruder, der am vorausgegangenen Wochenende in Gran Canaria in seiner Klasse gewinnen konnte.

Für den Königlichen Segelclub von Teneriffa ist der Cup Infanta Cristina alljährlich auch ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem niemand fehlen möchte. Die Terrasse der Clubanlage ist abends der Treffpunkt für Segler, Clubmitglieder und Prominenz der Inselhauptstadt und am Sonntag, nach Ende der dreitägigen Veranstaltung fand auf dem Basketballfeld der Clubanlage die Siegerehrung und Vorstellung der erfolgreichsten Segler statt.

Für die 16. Ausgabe der Regatta konnte sich der Club Náutico über eine erfreulich große Zahl von Meldungen freuen. Insgesamt 31 Boote in fünf verschiedenen Klassen gingen an den Start:

ORC 570, Open Crucero, Open Regata, ORC Open Club sowie Open Club Familar. Die meisten Boote, nämlich fünfzehn, starteten in der Bootsklasse ORC Open Club und Open Club Familiar und gehören den kanarischen Clubs an. Einige haben bereits an der Kolumbus-Regatta Huelva-San Sebastián de La Gomera teilgenommen (das Wochenblatt berichtete).

Mit einer Ansprache des Direktors der Regatta und Kommandanten des Königlichen Yachtclubs von Teneriffa, Javier Gorostiza und der Verlesung eines Grußtelegramms von Prinzessin Cristina wurde die 16. Regatta Infanta Cristina eröffnet.

Fehlener Wind legte den Cup am ersten Tag lahm

Die Meteorologen hatten die Hoffnungen der Veranstalter schon im Vorfeld gedämpft und schwache Winde angekündigt. Daraufhin wurde die Regatta-Strecke noch einmal verlegt. Doch alle Mühe war erfolglos. Nach zermürbendem Warten auf auffrischende Winde kehrte die Flotte in den Hafen zurück, die erste Regatta, die für Freitag angesetzt war, musste wegen anhaltender Flaute abgesagt werden.

Am Samstag, dem zweiten Tag der Regatta, hatten sich die Windverhältnisse leicht gebessert und beide geplanten Durchgänge konnten gesegelt werden. Am Sonntag, Schlusstag der Veranstaltung war der fehlende Wind erneut die größte Sorge der Regattaleitung. Während die Segler auf das Startsignal warteten, suchten zwei Boote der Regatta-Kommission nach „windigen“ Zonen vor der Küste. Schließlich konnte mit sechs bis sieben Knoten Wind aus südlicher Richtung gegen 13 Uhr die einzige und letzte Regatta des Schlusstages gestartet werden, und alle Boote kamen in der vorgegebenen Zeit ins Ziel.

In der Klasse ORC 570 siegte die Cepsa Tenerife, in Open Crucero die Macaco, beide vom Yachtclub Teneriffa. In der Klasse Open Crucero die Puerto Calero – M. La Palma vom Yachtclub Calero auf Lanzarote, der Sieg in Open Club ging an die Esmar IV, ebenfalls vom Yachtclub Tenerife und die Tortuga vom Yachtclub Gran Canaria gewann trotz ihres Namens (Schildkröte) in der Bootsklasse ORC Open Club Familiar. Absoluter Sieger nach dem Rating wurde die Esmar IV.

Bei der Abschlussfeier nannten die kanarische Tourismusministerin Rita Martín sowie der Vizepräsident des Cabildos von Teneriffa, José Manuel Bermúdez, diese Segelwettbewerbe auf nationalem Niveau eine effektive Werbung für den Tourismus der Kanaren.




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