1,5 Millionen beenden den Baustopp


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Umgehungsstraße Tacoronte

Tacorontes Bürgermeister Álvaro Dávila fühlt sich, als hätte er den Hauptgewinn der Weihnachtslotterie gezogen. Die unendliche Geschichte um die Umgehungsstraße, die den Ortskern seiner Heimatstadt entlasten und eine Verbindung von der Carretera del Norte zur Landstraße Tejina-Tegueste schaffen wird, soll nun ein schnelles und gutes Ende finden.

Im Haushaltsplan der Kanarenregierung sind 1,5 Millionen Euro für die Vollendung dieses Projekts vorgesehen, dessen Umsetzung schon vor achtzehn Jahren beschlossen worden war und das seitdem einen mühsamen Hindernislauf zu bestehen hatte. Es ist das einzige Bauvorhaben, das außerhalb des Straßenbau-Abkommens mit der Zentralregierung finanziert wird.

Viel fehlt nicht mehr zur Fertigstellung der Straße, die die Lebensqualität und auch den Verkehrsfluss in dem kleinen Städtchen, das auf halbem Weg zwischen Puerto de la Cruz und der Inselhauptstadt liegt, für alle Anwohner spürbar verbessern wird. Ein fünfzig Meter langes Teilstück, die Asphaltdecke und zwei Anschlusskreisel sind noch fertigzustellen, die Baufirma steht bereits in den Startlöchern, und schon Ende Januar soll es weitergehen. Schon ab dem Sommer dieses Jahres könnten dann die leidigen Staus, die die Stadt zu den Hauptverkehrszeiten manchmal unpassierbar machen, der Vergangenheit angehören.

Lange genug haben die Bürger Tacorontes auf diesen Moment warten müssen. Obwohl schon 1995 beschlossen, begannen die Arbeiten an der Umgehungsstraße erst einige Jahre später. 2003 war dann das erste Teilstück fertiggestellt, doch danach ging es zunächst einige Jahre nicht mehr weiter. 2008 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen, die Fertigstellung jedoch verzögerte sich aufgrund von Problemen mit den notwendigen Enteignungen und der Baufirma, die 2011 von einer anderen abgelöst wurde. Dann wurde das Geld knapp, und obwohl die Straße schon kurz vor der Vollendung stand, konnte sie nicht, wie geplant im Sommer 2012 in Betrieb gehen. Mit der Überwindung des finanziellen Engpasses scheint nun das letzte Hindernis aus dem Weg geräumt zu sein.




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