139 Kinder aus Flüchtlingslagern der Westsahara zu Besuch


© Moisés Pérez

Sie bleiben zwei Monate bei Familien auf Teneriffa

139 Kinder zwischen sieben und 12 Jahren sind in der ersten Juliwoche auf Teneriffa gelandet. Sie kommen aus dem Flüchtlingslager Tinduf im Süden von Algerien und verbringen zwei Ferienmonate bei hiesigen Familien.

Organisiert wird dieser Ferienaufenthalt alljährlich vom Verband der Freundschaft mit dem Saharavolk. Wie ein Sprecher dieser Vereinigung mitteilte, müssen die Kinder unter den härtesten Bedingungen in diesen Flüchtlingscamps leben. Sie bekommen nicht die Ernährung, die sie für ihr Wachstum benötigen und ihnen fehlt es an den notwendigsten Einrichtungen wie Trinkwasser oder Elektriziät.

In diesem Jahr ist an der Aktion „Ferien im Frieden“ auch die Insel El Hierro beteiligt. So dass nun auf allen vier Inseln der Provinz Teneriffa Ferienkinder aus der Sahara aufgenommen wurden.

Dank dieser Initiative, an der neben den Gastfamilien auch Gemeindeverwaltungen und andere Institutionen beteiligt sind, erhalten die Kinder eine komplette medizinische Untersuchung und die erforderlichen Behandlungen, für die es im Lager keine Möglichkeiten gibt.

Das vergangene Schuljahr, so der Sprecher der Acaps war ganz besonders hart für die Kinder. Aufgrund der schweren Regenfälle, die die Region Tinduf im letzten Februar heimsuchten, verloren 60% der Bewohner ihre Unterkunft und der Schulunterricht konnte wochenlang nicht stattfinden, weil für einige Schulgebäude Einsturzgefahr bestand.

Die Kinder wurden auf verschiedene Gemeinden der Provinz Teneriffa verteilt. Viele Gasteltern nehmen Jahr für Jahr dieselben Kinder auf und erwarten sie schon auf dem Flughafen.




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