120 km von Leuchtturm zu Leuchtturm

28 Stunden brauchten Javier und Fernando für die 130 km lange Strecke. Foto: reto covid19

28 Stunden brauchten Javier und Fernando für die 130 km lange Strecke. Foto: reto covid19

Zwei Trailrunner von den Kanaren liefen von Punta de Teno bis Santa Cruz de Tenerife und sammelten mit ihrer Aktion Lebensmittel für Bedürftige

Teneriffa – Die beiden kanarischen Trailrunner Javier Botrán und Fernando García Hernández haben am ersten Septemberwochenende gemeinsam eine solidarische sportliche Aktion durchgeführt, die sie „Reto Solidario Covid-19“ (Solidarische Herausforderung Covid-19) genannt haben.
Die Idee dazu hatten die beiden Extremsportler während der Corona-Ausgangssperre im März, und so entstand ihr Plan, durch einen Lauf von West nach Ost die beiden Inselspitzen zu verbinden und mit einem Spendenaufruf Lebensmittel für bedürftige Familien zu sammeln. Die beiden durchtrainierten Sportler schafften beides: Sie liefen in 28 Stunden vom Leuchtturm in Punta de Teno bis zum Leuchtturm „Farola del Mar“ im Hafen von Santa Cruz, und sie sammelten fast zwei Tonnen unverderbliche Lebensmittel für Notleidende Familien.

Javier und Fernando nach ihrer Ankunft am „Farola del Mar“ im Hafen von Santa Cruz de Tenerife Foto: Ayto SC de TF
Javier und Fernando nach ihrer Ankunft am „Farola del Mar“ im Hafen von Santa Cruz de Tenerife Foto: Ayto SC de TF

Die Lebensmittelspenden wurden in Zusammenarbeit mit Gemeinden der Insel im Vorfeld der Aktion an verschiedenen Sammelstellen wie Sporthallen angenommen. Um die Verteilung wird sich die Hilfsorganisation Sonrisas del Suroeste kümmern.
Nachdem der ursprünglich geplante Termin bedingt durch Hitzewarnungen zweimal verschoben werden musste, fand am ersten Wochenende im September „Reto Solidario Covid-19“ auf Teneriffa statt. Vom Leuchtturm in Punta de Teno ging es hinauf nach Teno Alto und weiter nach Santiago del Teide.

Dass ihre Aktion so positiv aufgenommen werden und sie so viele Menschen mit Spenden unterstützen würden, hatten die beiden Initiatoren nicht erwartet. Mit den fast 2.000 kg an Vorräten, deren Verteilung die NGO Sonrisas del Suroeste übernommen hat, hat sich die Anstrengung für sie eindeutig gelohnt. Foto: reto covid19
Dass ihre Aktion so positiv aufgenommen werden und sie so viele Menschen mit Spenden unterstützen würden, hatten die beiden Initiatoren nicht erwartet. Mit den fast 2.000 kg an Vorräten, deren Verteilung die NGO Sonrisas del Suroeste übernommen hat, hat sich die Anstrengung für sie eindeutig gelohnt. Foto: reto covid19

Auf der Höhe des Mirador de Samara bekamen die Läufer überraschend Gesellschaft; der Sportsfreund Nacho García del Castillo, der die Idee seiner Kollegen bereits eine Woche zuvor auf der Nachbarinsel Gran Canaria umgesetzt hatte. Gemeinsam ging es hinauf in Richtung Pico del Teide. Auf der Höhe von La Rambleta (3.555 m) gab es eine Verpflegungsstation, wobei zu erwähnen ist, dass auch die freiwilligen Helfer zu Fuß bis zu diesem Punkt aufsteigen mussten, da die Seilbahn wegen Windes an diesem Tag außer Betrieb war. Im Anschluss begann der Abstieg über La Caldera, La Esperanza, Cruz Chica, Mesa Mota, La Laguna und schließlich Santa Cruz bis zum Ziel im Hafen. Dort wurden die Helden von Angehörigen und Freunden erwartet, und es stellte sich heraus, dass sie schlussendlich nicht 120, sondern 130 Kilometer zurückgelegt hatten.
Der Erfolg der solidarischen Aktion, bei der fast 2.000 kg Lebensmittel zusammenkamen, ist für die Initiatoren der beste Lohn für ihre Anstrengung. Für den 12. Dezember ist eine weitere Ausgabe des solidarischen Extremlaufs geplant, diesmal auf Fuerteventura.

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