Steuer auf Zucker


Der kanarische Gesundheitsminister José Manuel Baltar glaubt nicht an die korrigierende Wirkung der geplanten Steuer auf bestimmte Lebensmittel. Foto: EFE

Das Kanarenparlament unterstützt einen Antrag von Podemos

Kanarische Inseln – Das Kanarenparlament hat einstimmig eine Initiative der Partei Podemos unterstützt, die vorsieht, die Kanarenregierung aufzufordern, eine Steuer auf hochkalorische, gezuckerte Erfrischungsgetränke und Lebensmittel mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten einzuführen. Das Ziel dieses Vorstoßes ist es, einer zunehmenden Tendenz zur Fettleibigkeit in der Bevölkerung entgegenzuwirken – ein Problem, das auf den Kanaren im nationalen Vergleich besonders stark ausgeprägt ist.

Trotz der allmeinen Zustimmung gaben Abgeordnete verschiedener parlamentarischer Gruppen zu bedenken, dass eine Steuer auf gesüßte Getränke und industriell hergestellte Süßwaren nicht ausreiche, um das Übergewicht in der kanarischen Bevölkerung zu bekämpfen, wenn sie nicht von einem umfassenden Plan zur Förderung gesunder Essgewohn- heiten begleitet werde.

José Manuel Baltar, der kanarische Gesundheitsminister, glaubt dagegen nicht, dass eine Steuer auf ungesunde Lebensmittel deren Konsum verringen würde, so wie es beispielsweise beim Tabak sei. Zudem handle es sich um eine Steuer, die sehr schwer zu handhaben sei. Baltar setzt dagegen auf die Prävention in den Schulen, die bereits umgesetzt wird und die Kinder zu Übermittlern gesunder Ernährungsprinzipien erzieht.




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