Schlangen werden zur Bedrohung


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Kanarische Regierung fordert EU-Subvention für Bekämpfungsprogramm

Die kanarische Regierung hat die Europäische Union um Unterstützung bei der Bekämpfung der Schlangenplage auf Gran Canaria gebeten.

Die Regionalregierung hat beantragt, dass die EU im Rahmen der LIFE-Förderprojekte mit Schwerpunkt Schutz von Lebensräumen und Natur das Programm zur Ausrottung der Kalifornischen Kettennatter (Lampropeltis getula californiae) auf der Insel finanziell unterstützt. Diese ungiftige Schlangenart wurde künstlich auf der Insel eingeführt, denn Schlangen kommen naturgegeben auf den Kanaren nicht vor. Da diese Natternart die Fähigkeit besitzt, sich hervorragend neuen Umgebungen anzupassen, sich problemlos fortpflanzt und schnell entwickelt, wuchs der Bestand dieser Reptilien in den letzten zehn Jahren zu einer Plage heran, die aktiv bekämpft werden muss.

Die ersten Schlangen wurden Ende der 90er Jahre gesichtet, doch erst ab dem Jahr 2007 wurden Maßnahmen ergriffen, um den Bestand zu dezimieren, da die exotische Art eine Bedrohung für die einheimische, teils endemische Fauna (Eidechsen, Skinke und Geckos) darstellt. In den letzten drei Jahren wurden über 700 Kettennattern eingefangen.





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