Rivero stellte in Brüssel Kanaren-Pläne vor


Strategien für die nächsten Jahre

Ende Juni reiste Kanarenpräsident Paulino Rivero nach Brüssel und überreichte Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, den „Plan de Acción Canarias 2020“, in dem die politischen und wirtschaftlichen Strategien der nächsten Jahre festgehalten sind und der als Wegweiser dienen soll.

Brüssel – Einmal von der EU abgesegnet, hoffen die Kanaren auf die entsprechende finanzielle Unterstützung.

Rivero erklärte, seine Regierung verfolge ein „innovatives, nachhaltiges und intelligentes“ Wachstum. Demnach soll zum einen der Tourismussektor, Hauptpfeiler der kanarischen Wirtschaft, in den kommenden Jahren weiter gefördert werden und die anderen Wirtschaftssektoren dann mit sich ziehen. Zum anderen beabsichtig Rivero eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, indem er den Schulabbruch bekämpfen, die Ausbildung verbessern und Arbeit schaffen will.

Weiterhin soll die strategisch äußerst günstige Position der Kanaren als Drehscheibe zwischen drei Kontinenten zunehmend vermarktet werden. Darüber hinaus sollen die Inseln als „Europäisches Labor im Mittleren Atlantik“ beworben werden. Schließlich würden hier internationale Forschungsprojekte der Astrophysik, der Meereskunde, in den Bereichen natürliche Ressourcen, Klimawandel, nachhaltige Energiewirtschaft oder  Wasser- und Lebensmittelversorgung durchgeführt.

In Brüssel traf sich Rivero auch mit Danuta Hübner, Vorsitzende des EU-Parlamentsausschusses für regionale Entwicklung, um unter anderem über die Verwendung der EU-Fonds zu debattieren.

Mit Daniel Calleja, Leiter der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der EU-Kommission, tauschte sich der Regionalpräsident zudem über die Realität der kleinen und mittleren Unternehmen auf den Kanaren und ihren Finanzierungsbedarf aus.

Die EU-Gelder werden dringend benötigt.




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