Waldbrand auf La Palma nach vier Tagen unter Kontrolle

Einsatzkräfte von Teneriffa und Gran Canaria unterstützten die Kollegen von La Palma im Kampf gegen die Flammen. Foto: moisés pérez

Einsatzkräfte von Teneriffa und Gran Canaria unterstützten die Kollegen von La Palma im Kampf gegen die Flammen. Foto: moisés pérez

1.200 Hektar Kiefernwald und Buschwerk waren betroffen

La Palma – Nach mehreren Tagen des Kampfes gegen das Feuer, erklärte die kanarische Regierung am 25. August den Waldbrand im Norden der Insel La Palma für kontrolliert. Nach intensiven Löscharbeiten mit zahlreichen Hubschraubern und Löschflugzeugen sowie Einsatzkräften am Boden waren die letzten Flammen bereits am Sonntag gelöscht worden. Zuvor hatten hohe Temperaturen über 35 Grad Celsius und starke Winde das Feuer immer wieder angefacht und das Schlimmste befürchten lassen.
Wie die Regionalregierung am 26. August mitteilte, waren von dem Waldbrand in Garafía 1.200 Hektar mit Kiefern und Heidekraut (Brezo) bewaldetes Land sowie Weideland und einige Weinberge betroffen; davon brannten rund 800 Hektar komplett nieder. Auch einige Häuser und kleine Landhotels wurden von dem Feuer zerstört.

Video der Löscharbeiten

Waldbrand auf La Palma
Waldbrand auf La Palma

300 Anwohner mussten evakuiert werden

In der Nacht vom 21. auf den 22. August klopften Einsatzkräfte in den Ortschaften Buracas und El Castillo an viele Türen und baten die Einwohner, ihre Häuser zu verlassen, weil die Flammen immer näher rückten. Rund 300 Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden. Die meisten davon kamen bei Familienangehörigen in anderen Gemeinden unter; für die übrigen richtete das Rote Kreuz Notunterkünfte ein. Einige Anwohner befolgten jedoch die Sicherheitshinweise der Einsatzkräfte nicht und blieben bei ihren Häusern, um sie vor den Flammen zu retten. Zum Glück konnte das Feuer daran gehindert werden, bis zu ihnen vorzudringen.
Am 26. August konnten die Evakuierten in ihre Häuser zurückkehren bzw. die Schäden in Augenschein nehmen, nachdem die Zufahrtsstraßen für Anwohner wieder geöffnet wurden.
Die kanarische Regierung informierte am selben Tag auch über den Abzug von zwei der drei zur Verfügung gestellten Löschflugzeuge. Ein Hubschrauber sowie ein Löschflugzeug blieben jedoch weiter einsatzbereit vor Ort.
Der Leiter des Ressorts für öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit der kanarischen Regierung, Julio Pérez, bedankte sich bei allen Einsatzkräften, die aus der Luft und am Boden gegen das Feuer gekämpft hatten, für die geleistete Arbeit, sowie bei den Bürgern, die evakuiert wurden, für ihre Kooperation und ihr Verständnis.

Ein Minderjähriger im Fokus der Ermittlungen

Die Naturschutzeinheit der Guardia Civil, Seprona, hat bei der Brandursachenermittlung einen 16-Jährigen ins Visier genommen, der angeblich durch eine Fahrlässigkeit das Feuer ausgelöst haben soll. Der Jugendliche soll einen Kakteenstrauch in der Nähe der Finca, auf der er wohnt, angezündet haben, um die Kakteen niederzubrennen. Die Ermittlungen dauern an.

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