42 Mio. Euro zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf den Kanaren

Arbeitsministerin Yolanda Díaz und Kanarenpräsident Torres nach der Unterzeichnung des Plans Foto: EFE

Arbeitsministerin Yolanda Díaz und Kanarenpräsident Torres nach der Unterzeichnung des Plans Foto: EFE

Weitere 63 Millionen Euro ausschließlich für La Palma

La Palma – Die Kanarischen Inseln gehören zu den EU-Gebieten in äußerster Randlage (Regiones Ultraperiféricas, RUP). Das bedeutet, dass die Entfernung zum Festland, die Abgeschiedenheit, das Fehlen natürlicher Ressourcen, die eingeschränkte Fläche und der Naturschutz zusätzliche Kosten erfordern und den Arbeitsmarkt einschränken.
Das Abkommen über den „Plan der Arbeit der Kanaren 2022“ (PIEC) wurde von der Arbeitsministerin, Yolanda Díaz, und vom Kanarenpräsidenten, Ángel Víctor Torres, am 1. Juni auf La Palma unterzeichnet. Dieser Plan erkennt die infolge der inselbedingten Nachteile für den Arbeitsmarkt an und sagt 42 Millionen Euro zur Verbesserung der Einsetzbarkeit der arbeitslosen Einwohner zu.

Diversifizierung und Digitalisierung gefördert

Der Kanarenpräsident Torres geht davon aus, dass der PIEC etwa 5.000 Arbeitslosen auf den Kanaren durch sieben Initiativen direkt zugutekommen kann. Mehr als die Hälfte der Mittel (25 Mio. Euro) werden, über eine Zusammenarbeit zwischen dem kanarischen Arbeitsamt SCE und der Föderation der kanarischen Gemeinden Fecam, für die Entwicklung von Aufgaben im Bereich der Wiedereingliederung im Rahmen des Programms für soziale Beschäftigung eingesetzt. Ferner werden 4 Mio. Euro für Ausbildungs- und Beschäftigungspläne für neu entstehende Sektoren bereitgestellt, die zur Diversifizierung der Wirtschaft beitragen, bzw. in Sektoren, wo der Übergang zur digitalen Wirtschaft gefördert wird. Weiterhin werden 6 Mio. Euro für die Förderung der Selbstständigkeit zur Verfügung gestellt.

„Außerordentlicher Plan der Arbeit für La Palma“

Der Vulkanausbruch am 19. September 2021 auf La Palma hatte negative wirtschaftliche Folgen für die Inselbevölkerung. Damals hat die Zentralregierung, auf Aufforderung der kanarischen Regierung, einen „Außerordentlichen Plan der Arbeit für La Palma“ innerhalb kürzester Zeit genehmigt. Bei dieser Gelegenheit hob der Kanarenpräsident Torres die Bedeutung des genehmigten Plans hervor. Ein Plan, der 63 Mio. Euro für die Insel bereitstellte und 1.671 vom Vulkan betroffenen Menschen einen Arbeitsplatz verschaffte. Der bereits eingesetzte Betrag beläuft sich auf 44,3 Mio. Euro. Ein Unternehmen, das viele Arbeitsplätze geschaffen hat, ist das öffentliche Unternehmen Gesplan. Dieses Unternehmen beschäftigt mehr als 800 Personen, die mit ihrer Arbeit zum Wiederaufbau der am stärksten betroffenen Gebiete der Insel beitragen. Die Mitarbeiter werden mit der Beseitigung von Asche, der Wiederherstellung von Straßen und der Beschilderung sowie mit anderen Wartungs- und Bepflanzungsarbeiten beauftragt.

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