Start zur härtesten Ruderregatta der Welt


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Am 6. Dezember beginnt auf La Gomera die „Atlantic Rowing Race“

Im Dezember werden wieder über zwanzig Ruderboote im Hafen von San Sebastián de La Gomera zur „Atlantic Rowing Race“ an den Start gehen.

Vom Olympia-Teilnehmer bis zum Amateursportler stehen die verschiedensten abenteuerlustigen Ruderer auf der Teilnehmerliste dieser wohl härtesten Ruderregatta der Welt. In Einmann-, Zweimann- und Viermann-Ruderbooten wollen sie von La Gomera aus den Atlantik überqueren und den 4.727 Kilometer entfernten Hafen von Antigua in der Karibik erreichen. Einige der Teilnehmer rudern für wohltätige Zwecke mit –  Krebs, Asthma, Kinderkrankenhäuser, etc.

50 bis 70 Tage unterwegs

Sofern es die Wetterbedingungen erlauben wird der Start am 6. Dezember stattfinden. Die schnellsten Boote werden die Überfahrt in etwa 50 Tagen schaffen, andere werden zwischen 60 und 70 Tage auf See verbringen. Dabei ist es neben der sportlichen Anstrengung schon eine starke seelische Herausforderung, dass sie während dieser Gewalttour ihre kleinen Ruderboote nicht verlassen. An Bord der etwa 24 Fuß langen Boote wird geschlafen, gegessen, repariert und vor allem hart gerudert. Zum Ausruhen bleibt wenig Zeit, und wer sich eines seiner mitgenommenen Fertiggerichte oder dehydrierten Menüs wärmen will, muss seine Verschnaufpause dafür opfern – deshalb wird oft kalt gegessen. Bei der Ankunft in Antigua sind die meisten Ruderer zunächst nicht in der Lage ohne Hilfe zu gehen. Nach der langen Zeit auf See sind die Arme kräftig, die Beine schwach. Dass viele bei dieser Regatta zwischen 10 und 15 kg an Gewicht verlieren ist ein Beweis für die Härte dieses Rennens. Und trotzdem kommen sie nach der glücklichen Ankunft über­ein: „Der Weg war das Ziel“.

Unter Segeln

Auf dem Atlantik sind derzeit auch viele Segler unterwegs. Am 22. November starteten in Las Palmas 216 Yachten zur „24. Atlantic Rallye for Cruisers“ (das Wochenblatt berichtete). Anfang Dezember werden in der Karibik die ersten Boote erwartet.

Auf Teneriffa gingen einen Tag später fünf Hochseesegler im Rahmen der „Transatlantic Yacht Cup 2009“ an den Start. Mitorganisator dieser Regatta ist der Yachtclub von Santa Cruz de Tenerife. Dass in diesem Jahr nur fünf Yachten dabei sind, liegt wohl an der Krise, denn die Kosten sind enorm. Dennoch sind so prominente Schiffe wie die „Beau Geste“ (Hongkong) mit von der Partie. Die Crew dieser 24,33 Meter langen Super-Yacht will Saint-Martin in der Karibik in nur zehn Tagen erreichen.




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