Neues Interesse an alter Route


© Cabildo La Gomera

Seeverbindung Valle Gran Rey-Playa Santiago-San Sebastián könnte wieder aufgenommen werden

Nach Auskunft des Leiters der regionalen Transportbehörde, Domingo Berriel, haben sämtliche Reedereien, die im Seeverkehr zwischen den Inseln aktiv sind, Interesse an der Übernahme einer neuen La Gomera-Route gezeigt.

Die Ankündigung der kanarischen Regierung, dreiviertel des Ticketpreises für die Einwohner La Gomeras zu subventionieren, lässt die Einrichtung einer Verbindung zwischen den Häfen Valle Gran Rey, Playa Santiago und San Sebastián de La Gomera für die Schifffahrtsgesellschaften offenbar rentabel erscheinen.

Außerdem, so Berriel, könnte das Schiff dann weiter bis  Los Cristianos auf Teneriffa fahren. Bei Interesse muss die Schifffahrtsgesellschaft der Kanarenregierung mindestens vierzehn Tage vor Aufnahme der Verbindung Bescheid geben. Die Verbindung der drei Küstenorte auf La Gomera per Schnellboot ist wegen der kurvenreichen Straßen rund um die Insel mit einer beachtlichen Zeitersparnis verbunden. Eine Erklärung der Seeverbindung zur öffentlichen Dienstleistungspflicht hält Domingo Berriel für unwahrscheinlich, da es den Überlandverkehr als Alternative gibt.

Bis Ende 2008 verband die Reederei Garajonay Express unter anderem mit der Fähre Orone (Foto) drei Orte auf La Gomera und fuhr weiter bis Teneriffa. Von Valle Gran Rey im Westen der Insel dauerte die Fahrt bis Playa Santiago 20 Minuten, von dort aus ging es in etwa 15 Minuten weiter nach San Sebastián und anschließend in etwa 45 Minuten bis Los Cristianos auf Teneriffa.

Nachdem Garajonay Express diese Verbindung eingestellt hatte, nahm die Gesellschaft Fred.Olsen die Strecke in ihr Verkehrsnetz auf. 2012 wurde die Route dann jedoch wegen Unrentabilität eingestellt.

Nun soll die 75%ige Bezuschussung des Fahrpreises durch die Regionalregierung die Route für die Fährunternehmen wieder attraktiv und rentabel machen.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.