Hilfsmaßnahmen für Geschädigte verabschiedet


© Moisés Pérez

La Gomera nach den schweren Bränden

Der spanische Ministerrat hat am 9. Mai Eilmaßnahmen verabschiedet, um die Schäden, die die Waldbrände Ende April auf La Gomera anrichteten, einzudämmen. Nach einer genauen Auswertung der durch das Feuer entstandenen Schäden – etwa 500 Hektar verbrannten – soll über die Höhe der Hilfsgelder und Subventionen für Betroffene entschieden werden.

Vorgesehen sind derzeit 15.129 Euro Entschädigung für zerstörte Wohnhäuser, 10.320 Euro für schwer beschädigte Wohnhäuser, 5.160 Euro für leicht beschädigte Wohnhäuser, 2.580 Euro für die Beschädigung von Hausrat und Arbeitsgerät, 18.000 Euro für Todesfälle oder vollständige Behinderung, 8.000 Euro für gemeinsames Eigentum einer Eigentümergesellschaft und 8.000 Euro für Schäden an wirtschaftlichen Betrieben.

Abgesehen davon wird das Landwirtschaftsministerium für die Hilfsmaßnahmen von Land- und Viehwirten verantwortlich sein und das Ministerium für Öffentliche Verwaltung für die Hilfen, die Stadtverwaltungen der von dem Feuer betroffenen Gemeinden zugute kommen werden.

Neun Millionen € Verlust

Die Verluste, die insbesondere der Inselnorden durch die schweren Brände erlitt, werden auf fast neun Millionen Euro geschätzt. In Hermigua wurden insgesamt 26 Häuser von den Flammen beschädigt, etwas mehr als in Vallehermoso.

Außerdem sind zwei Landschaftsabschnitte, die zu den sogenannten Orten von gemeinschaftlichem Interesse (BIC) gerechnet werden, zu Schaden gekommen: in Teselinde sind 54 Hektar betroffen und in Barranco de El Cedro y Liria 186 Hektar. Die landwirtschaftlichen Verluste werden auf über vier Millionen Euro geschätzt.

Einem der Hauptanliegen der Inselverwaltung nach den Bränden, der ständigen Stationierung eines Löschhubschraubers auf La Gomera, hat die Regionalregierung derweil bereits zugestimmt.




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