17 Segler auf den Spuren von Kolumbus


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Die Colombina –Ozeanregatta ist von Huelva nach La Gomera unterwegs

Wenn diese Ausgabe des Wochenblatts an den Kiosken ausgelegt wird, Wind und Meeresbedingungen den Vorausberechnungen der Veranstalter entsprechen, laufen die ersten Boote der Kolumbus-Regatta im Hafen von San Sebastián de La Gomera ein, wo sie mit einem „großen Bahnhof“ erwartet werden.

29 Teilnehmer hatten sich für diese Ausgabe der Ozeanregatta gemeldet die in diesem Jahr zum 24. Mal veranstaltet wird, doch schließlich gingen nur 17 an den Start. Fünf Teilnehmer sind übrigens von den Kanarischen Inseln: „Arona Tenerife Sur“ mit Steuermann Lucio Pérez Aranaz, „Unidos por La Gomera“, mit Eusebio Hernández Niebla, „Ciao“ unter der Führung von Clive Richard Moreham, „Stam II“, von Andrew Williams und die „Guarapo“ mit Steuermann Gil Darias.

Die Crew der „Guarapo“ ist bereits zum dritten Mal dabei. Lange hatten die acht Segler nach einem geeigneten Boot gesucht, das ihnen auch berechtigte Gewinnchancen garantiert. Schließlich entschieden sie sich für ein 52 Fuß-Schiff (16 m), ein Design der deutschen Konstrukteure J.V. (Judel Vrolik) aus Hamburg. Die Mannschaft war bereits zwei Wochen vor dem Start vor Ort, um sich mit dem Boot vertraut zu machen. Dank der Unterstützung mehrerer Sponsoren von der Insel La Gomera war es möglich geworden, es zu chartern. Skipper Gil Darias erklärte vor der Abreise der Gruppe, er hoffe, die Ergebnisse der letzten beiden Jahre zu verbessern. „Wir nehmen mit einem Schiff von beachtlichen Ausmaßen teil und wenn der Wind kräftig genug bläst, werden wir bestimmt eine gute Leistung bringen“.

Auch die „Zenobia“, mit einer rein weiblichen Besatzung, die für Junta de Andalucía antritt, ist zum dritten Mal mit dabei.

Die Regattastrecke umfasst 750 Seemeilen, die in direkter Linie von Punta Umbría/Huelva nach San Sebastián de La Gomera zurückgelegt wird. Die Überfahrt dauert etwa hundert Stunden und die ersten Segler werden in der Nacht des 3. September erwartet.

1982, also zehn Jahre vor dem 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus wurden in Huelva, wo der Entdecker seine Reise startete bereits Pläne geschmiedet, wie dieses Jubiläum würdig gefeiert werden könnte.

Die Konstruktion von Repliken seiner drei Schiffe sowie eine Windjammer-Regatta auf der Kolumbus-Route hatte man ins Auge gefasst. Schließlich reifte beim Real Club Marítimo Punta Umbría die Idee, die erste Etappe der Reise des Seefahrers von Huelva zur Insel La Gomera als Segelregatta zu organisieren. Die „Regata Colombina“ war geboren und wurde 1984 zum ersten Mal von Palos de la Frontera nach La Gomera ausgetragen.

Die erstklassige Organisation und die Betreuung der Teilnehmer an Land und während des Törns sind besonders wichtig. Es besteht ja die zusätzliche Schwierigkeit der Anreise zum Start und die Rückkehr in den Heimathafen. Trotzdem hat die Zahl der Teilnehmer, auch von den Kanarischen Inseln, von Jahr zu Jahr zugenommen.

Schon einige Tage vor dem Start ist eine Delegation von La Gomera nach Huelva gereist, um den Feierlichkeiten der Begrüßung und Verabschiedung der Teilnehmer beizuwohnen und gleichzeitig die Gelegenheit für eine Promotion der Insel wahrzunehmen, denn eine große Medienpräsenz und viel Publikum waren ja garantiert. Nicht nur die Gastronomie La Gomeras präsentierte sich, sondern auch die touristischen Einrichtungen der Insel. Folklore wurde ebenso geboten, wie eine Vorführung des Silbo, der Pfeifsprache der Insel. Dazu war ein Silbo-Lehrer mit mehreren Schü­lern angereist.

Übrigens kann die gesamte Regatta über die Website www.regattacontrol.com in Echtzeit verfolgt werden.




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