Hitzewarnung


Straßencafé in Las Palmas. Foto: EFE

Gesundheitsamt warnt vor hohen Temperaturen und die Inselregierungen weisen auf erhöhte Waldbrandgefahr hin

Kanarische Inseln – Das Gesundheitsressort der Kanarenregierung hat gestern das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen für verschiedene Gebiete auf Teneriffa und Gran Canaria aufgrund der hohen Temperaturen heraufgestuft, die über 32° Celsius erreichen können. Die Warnstufe rot wurde gestern in Agaete, Agüimes, Gáldar, Ingenio, Mogán, San Bartolomé und Santa Lucía de Tirajana auf Gran Canaria ausgerufen, wo noch bis zum 23. August Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten, um die gesundheitliche Belastung durch die Hitze zu minimieren. Ab Montag gilt Warnstufe orange, die mittlere Risikostufe, für Artenara, Tejeda, Valleseco und Valsequillo. 

Auf Teneriffa gilt seit heute Warnstufe rot für Arona, Granadilla und San Miguel de Abona, ab Dienstag auch für Vilaflor und Güímar. Für Arafo, Arico, Fasnia, La Guancha, La Orotava, Los Realejos, Santa Úrsula, Tacoronte und La Victoria gilt ab Montag Warnstufe orange und für Santiago del Teide gelb. 

Aufgrund der Warnungen sollte dem Befinden von Kindern, Senioren und chronisch Kranken besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. 

Verhalten bei Waldbrandgefahr

Wegen der großen Hitze hat die Kanarenregierung zudem eine Waldbrandwarnung für Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro herausgegeben. Um zu vermeiden, dass durch Fahrlässigkeit ein Waldbrand entsteht, sind verschiedene Verhaltensregeln einzuhalten. Dazu gehört, keinen Abfall in der Landschaft zurückzulassen, insbesondere keine Zigarettenkippen und Glas, was selbstredend auch zu anderen Zeiten unzulässig ist. Weiterhin sollte man nicht zu tief in Waldgebiete hineingehen, wo man sich nicht auskennt und die Auswege nicht vertraut sind. Es wird empfohlen, sich nur in übersichtlichem Gelände zu bewegen. 

Wer, im schlimmsten Fall, einen Waldbrand oder eine verdächtige Rauchentwicklung sieht, sollte 112 anrufen und den Ort des Geschehens möglichst genau angeben. Falls man vom Feuer eingeschlossen wird, sollte man sich auf Areale begeben, die schon verbrannt sind, und sich seitlich, entgegen der Windrichtung vom Feuer entfernen. Niemals sollte man sich oberhalb des Feuers aufhalten oder bergauf flüchten, denn Feuer bewegt sich bergauf bis zu 17 mal schneller als ein Mensch. 

Wenn es gefährlich wird, wird empfohlen, sich auf den Boden zu legen und möglichst durch den Stoff eines feuchten Kleidungsstücks zu atmen. Niemals sollte versucht werden, über Wege, die das Feuer schon erreicht hat oder wo Rauchsäulen aufsteigen, zu flüchten.  

Als Vorsichtsmaßnahme haben die Inselregierungen das Feuer machen auf den Waldgrillplätzen bis auf Weiteres untersagt. 

Auf den Kanaren sprechen die Behörden in jedem Sommer, gegebenenfalls auch mehrfach, Gesundheits- und Waldbrandwarnungen wegen hoher Temperaturen und Trockenheit aus, damit sich die Bevölkerung schützen und an entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen beteiligen kann. 




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