Zwei Deutsche und eine Einheimische auf Gran Canaria ertrunken


Am 18. April kamen ein deutsches Ehepaar und nur fünf Stunden später eine junge Einheimische in der Nähe der Playa de Amadores im Süden Gran Canarias ums Leben.

Das junge deutsche Ehepaar verbrachte im Hotel Gloria Palace Amadores seinen Osterurlaub. Den Schilderungen der Tageszeitung Canarias7 zufolge spielten sich die tragischen Ereignisse folgendermaßen ab: Am Morgen des 18. April gegen 11.20 Uhr sprang der 22-jährige Deutsche zwischen dem Strand von Amadores und Bahía Blanca (Gemeinde Mogán) ins Meer. Mächtige Wellen, verursacht von den starken Winden, erfassten den Mann und zogen ihn auf den Ozean hinaus. Als seine 20-jährige Frau sah, wie er erfolglos gegen die Strömung ankämpfte und sich nicht wieder dem Ufer nähern konnte, sprang auch sie in das aufgewühlte Meer, um ihn zu retten. In diesem Moment wurden die Rettungskräfte zu Hilfe gerufen. Sofort sprangen Rettungsschwimmer ins Meer, eilten zu den Deutschen und hielten diese bis zum Eintreffen der Verstärkung an der Wasseroberfläche. Beim Eintreffen des Rettungshubschraubers konnte man nichts mehr für den Deutschen tun. Seine Frau wurde hochgeseilt und nach Arguineguín geflogen, doch die dort durchgeführten Wiederbelebungsversuche blieben leider erfolglos.

Laut Canarias7 wiederholte sich die Tragödie nur fünf Stunden später, als die 17-jährige Claudia Noda aus Santa Brígida an derselben Stelle ertrank. Auch hier hielten Rettungskräfte das junge Mädchen an der Wasseroberfläche bis zum Eintreffen des Hubschraubers. In Amadores angekommen wurden sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, leider auch bei dem jungen Mädchen erfolglos.

Claudia Noda war die Tochter von Félix Noda, ehemaliger Fußballspieler des Fußballclubs Unión Deportiva Las Palmas und derzeitiger Berater des Zweitligisten.

Tief auf den Kanaren

Bereits am 16. April hatte das schlechte Wetter auf den Kanaren Einzug gehalten. Am 17. setzten starke Regengüsse Teile Teneriffas unter Wasser und dichter Nebel sorgte für Endzeitstimmung. In Los Cristianos wurde der Flohmarkt überflutet; der Flughafen Los Rodeos musste aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse diverse Flüge absagen, umleiten oder verschieben.

Die Lokalpresse berichtete, dass auf La Gomera zwei Touristen am schwer zugänglichen Strand von Guariñen in eine durch Flut und Regen verursachte Notlage gerieten. Ein Rettungshubschrauber kam den beiden 31-Jährigen zu Hilfe und brachte sie in Sicherheit. Beide kamen mit einem Schrecken davon.

Am 18. April schien zwar wieder die Sonne, doch starke Winde sorgten für aufgewühltes Meer und hohe Wellen, sodass das Wetteramt AEMET die ausgesprochenen Warnungen aufrecht erhielt.




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