Vorläufiges Aus für Siam Park-Pläne in Maspalomas

Antonio Morales (l.) und Concepción Narváez bei dem Treffen mit Vertretern der Regionalregierung am 1. Juli Foto: EFE

Antonio Morales (l.) und Concepción Narváez bei dem Treffen mit Vertretern der Regionalregierung am 1. Juli Foto: EFE

Regierung, Cabildo und Gemeinde wollen mit vereinten Kräften eine Lösung finden

Gran Canaria – Der Oberste Gerichtshof (Tribunal Supremo, TS) hat das Urteil des Kanarischen Obersten Gerichtshofes (TSJC) ratifiziert, das den Flächennutzungsplan (Plan de Modernización, Mejora e Incremento de Competitividad, PMM) für das Gebiet El Veril in Maspalomas annulliert hatte. Damit ist die Inselverwaltung von Gran Canaria, die gegen dieses Urteil in Revision gegangen war, gescheitert. Die endgültige Zurückweisung des Flächennutzungsplans bedeutet, dass der Bau des von der Loro Parque Unternehmensgruppe geplanten Wasservergnügungsparks nicht möglich ist, denn der Plan war die Voraussetzung gewesen. Der PMM war 2015 von der kanarischen Regierung genehmigt worden. Später stellte sich jedoch heraus, dass ein Gutachten des Inselwasserrats fehlte, mit dem es zu bestätigen galt, dass die notwendigen Wasserressourcen für eine solche Anlage vorhanden sind.

Mit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das nicht angefochten werden kann, ist ein Investitionsvolumen in Höhe von 100 Millionen Euro in der Schwebe, das die Loro Parque Gruppe für dieses Projekt vorgesehen hatte. Abgesehen vom Bau eines Wasserparks nach dem Vorbild des Siam Park in Adeje auf Teneriffa, sollte auf dem heute brach liegenden Land in El Veril ein Hotel und ein Einkaufszentrum entstehen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht teilte die Inselverwaltung von Gran Canaria mit, dass sämtliche Möglichkeiten neu geprüft würden, um den Bau zu ermöglichen. Das Cabildo sieht in dem Projekt eine enorme Chance und weist auf die Tragweite für das Freizeitangebot des Tourismusgebiets im Süden hin.

Am 1. Juli trafen sich Cabildo-Präsident Antonio Morales und die Bürgermeisterin von San Bartolomé de Tirajana, Concepción Narváez, mit Vertretern der kanarischen Regierung, um über die nächsten Schritte zu beraten. Als Lösungsansätze, um die Verwirklichung der Pläne zu ermöglichen, gelten die Ausarbeitung eines neuen Flächennutzungsplans und die Einstufung des Projekts als „von allgemeinem Interesse für die Insel“.

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