US-kubanischer Geldwäscherring auf Gran Canaria zerschlagen


Die Guardia Civil von Las Palmas de Gran Canaria hat Ende März einen 62-jährigen Mann und seine 61-jährige Frau festgenommen. Das Ehepaar wird verdächtigt, auf Gran Canaria Geldwäsche in großem Stil betrieben zu haben.

Verschiedene Besitztümer im Wert von rund 20 Millionen Euro wurden inzwischen beschlagnahmt.

Die Operation begann, als die Guardia Civil Auskunft über eine groß angelegte Aktion der US-Polizei gegen eine Mafia-Organisation namens La Corporación in Florida bekam. Die Ermittlungen der Polizei deckten ein Firmengeflecht auf, das mit aus Steueroasen stammenden Geldern groß im Bau- und Immobilienmarkt der Insel mitmischte. Das auf diese Weise gewaschene Geld floss anschließend hochoffiziell an die kriminelle Organisation in den USA zurück.

Bei Durchsuchungen wurden drei Millionen Euro auf diversen Konten und eine Million Euro in Aktien sichergestellt. Außerdem wurden Grundstücke, Wohnungen und Gebäude im Wert von über 15 Millionen Euro beschlagnahmt.

Die Mafia-Organisation, die hinter dieser Geldwäscheaktion steht, soll unter anderem an illegalem Glückspiel, Drogenhandel, Erpressung und Auftragsmorden beteiligt sein.




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