Universität Gran Canaria schätzt großes Waldwissen der HAWK

Die Universität Las Palmas, die HAWK und die Inselregierung von Gran Canaria beschließen beim Treffen an der HAWK, die Kooperation auszuweiten. Foto: HAWK

Die Universität Las Palmas, die HAWK und die Inselregierung von Gran Canaria beschließen beim Treffen an der HAWK, die Kooperation auszuweiten. Foto: HAWK

Spanische Delegation besucht die Fakultät Ressourcenmanagement

Göttingen/Gran Canaria – „Die große Fachexpertise zu waldspezifischen Themen“, nennt Prof. Dr. Lluís Serra, Präsident der Universidad de Las Palmas de Gran Canaria (ULPCG), einen der großen Pluspunkte der HAWK, um die aktuelle Kooperation der beiden Hochschulen weiter zu vertiefen. Eine Woche betreute die Fakultät Ressourcenmanagement der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst am Standort Göttingen eine spanische Delegation der Universität und der Regierung von Gran Canaria. Dabei tauschten sie sich über Fachthemen, mögliche studentische Projekte und Austauschsemester, beziehungsweise Promotionen an der jeweiligen Gasthochschule aus, um in Zukunft noch intensiver zusammenzuarbeiten.

„Wir konnten schon 20 Bachelorarbeiten und Projektarbeiten gemeinsam mit der ULPCG anfertigen“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Rohe von der HAWK-Fakultät, „wir wollten uns mit diesem Besuch auch für die vielen gemeinsamen Forschungsvorhaben im Bereich Forstwirtschaft auf der Insel revanchieren“.

„Unsere Fakultät ist forschungsstark und interdisziplinär orientiert. Vorteilhafte Kooperationsmöglichkeiten sind neben den vielfältigen waldspezifischen Themen sicherlich auch in den Bereichen Ökotourismus, regionale Landschaftsentwicklung, Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung zu sehen“, so Prof. Dr. Helge Walentowski, Dekan der Fakultät Ressourcenmanagement. Mit der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit ließen sich hingegen zum Beispiel Projekte im Bereich der Laser- und Plasmatechnik starten.

Experte Prof. Federico Grillo Delgado gab in der Woche gerne sein fundiertes Wissen über Waldbrandgefahren an die Fakultät und die Forstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten weiter. Sie konnten ­bereits bei den kurzen gemeinsamen Begehungen einiger Waldabschnitte, darunter die Forstreviere Riefensbeek und Rehagen, davon profitieren.

Carlos Velázquez (r.) und Prof. Federico Grillo Delgado (2.v.l.) geben gerne ihr Fachwissen weiter. Foto: HAWK
Carlos Velázquez (r.) und Prof. Federico Grillo Delgado (2.v.l.) geben gerne ihr Fachwissen weiter. Foto: HAWK

Auch mit Christian Friedrich vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport aus dem Referat Brand und Katastrophenschutz ergab sich ein fundiertes Fachgespräch, nachdem Friedrich ausführlich der Gruppe eines der vier neuen Waldbrandtanklöschfahrzeuge des Niedersächsischen Katastrophenschutzes vorgestellt hatte. Das feuerrote nagelneue „CCFM 3000 Niedersachsen“ zog bei den Fahrten auf den Forstwegen die Blicke auf sich, es ist ein hochspezialisiertes Fahrzeug für die Bekämpfung von Vegetationsbränden, es verfügt über 3000 Liter Löschwasser und zusätzlich 500 Liter Wasser in einem separaten Tank für die thermische Selbstschutzanlage.
Im Nationalpark Harz zeigten Dr. Roland Pietsch und Sabine Bauling den Gästen die Kahlschläge aus der Borkenkäferbekämpfung und diskutierten die Brandgefahr durch Totholz mit den spanischen Fachleuten.

„Unsere Insel hat einen Wissensvorsprung zum Thema Waldbrandbekämpfung, nichtsdestotrotz brauchen wir die Wissensressourcen, die die HAWK uns bietet, um gegenseitig von unserem Erfahrungsschatz zu lernen und die gemeinsamen Ziele zu erreichen“, so die Umwelträtin der Regierung, Inés Jiménez Martín.

„Wir haben große Flächen, die unter Naturschutz stehen, aber wir bewirtschaften sie nicht ausreichend“, ergänzt Carlos Velázquez. Hier bietet die Fachexpertise der HAWK zu forstlicher Standortskunde und angewandter Waldbodenkunde in Zukunft neue Perspektiven. Der Spanier studierte Forstwirtschaft in Freiburg und arbeitet jetzt für die Regierung auf Gran Canaria. Velázquez übersetzte nicht nur synchron in beide Sprachen, sondern half auch gerne mit seinem Fachwissen aus Deutschland und Spanien aus.

Im Sommer fliegt Prof. Dr. Wolfgang Rohe gemeinsam mit Prof. Dr. Torsten Vor nach Gran Canaria, um die nächste studentische Exkursion für das Jahr 2023 vorzubereiten.

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