Trawler gestrandet


© EFE

Seenotrettung evakuierte sieben Besatzungsmitglieder

Für die Besatzung eines Fischereischiffes vor Gran Canaria fing das neue Jahr gar nicht gut an. Sie musste sich am Morgen des Neujahrstages von der Seenotrettung (Salvamento Marítimo) von ihrem havarierten Trawler evakuieren lassen.

Die 37 Meter lange „Lian Run 34“, die unter chinesischer Flagge fährt, war an der Küste des Ortsteils San Cristóbal neben der Hafeneinfahrt von Las Palmas auf Grund gelaufen. Bei starkem Wind hatte sich das ankernde Schiff losgerissen und war ans Ufer abgetrieben.

Um 2.30 Uhr in der Silvesternacht ging der Notruf ein. Erste Bergungsversuche durch die Feuerwehr von der Küste aus erwiesen sich als undurchführbar. Auch dem Rettungskreuzer Nuki gelang es nicht, sich der „Lian Run“ weit genug anzunähern, um die sieben chinesischen Besatzungsmitglieder an Bord zu nehmen.

Schließlich schickte das Koordinationszentrum der Seenotrettung den Helikopter Helimer 2011, dem es gelang, die  Mannschaft des Fischdampfers aus der Luft zu evakuieren.

Glück im Unglück ist es, dass alle Betroffenen unverletzt blieben. Auch das Schiff blieb intakt, und es wurden weder Lecks noch Treibstoffverluste festgestellt.

Ein erster Versuch, es während der folgenden Flut mit Hilfe des Schleppschiffes „Miguel de Cervantes“ und des Rettungskreuzers „Nuki“ von der Küste fort in tieferes Wasser zu ziehen, schlug fehl. Ein zweiter Versuch noch in der Nacht des gleichen Tages, um 22.00 Uhr, gelang, und die „Lian Run 34“ konnte in den Hafen geschleppt werden.




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