Tragischer Unfall trübte Volksfest


33 Menschen erlitten teils schwerste Verbrennungen

Am 28. September ereignete sich im Ort Valsequillo auf Gran Canaria ein tragischer Unfall. Bei der Volkstradition „Suelta del Perro Maldito“ erlitten 33 Menschen Verbrennungen, zwei davon schwersten Grades.

Bei dem Straßentheater, das von Anwohnern aus dem Ort jedes Jahr am 28. September um 00.00 Uhr aufgeführt wird, werden sämtliche Lichter ausgeschaltet, um den optischen Effekt der feuerspuckenden Figuren zu verstärken. Darsteller auf Stelzen, in verschiedensten Verkleidungen und eben die berühmten Feuerspeier bilden das Ensemble, dessen Auftritt die Zuschauer aus nächster Nähe miterleben.

Ausgerechnet in diesem Jahr, in dem das 25. Jubiläum dieser Straßentheatertradition gefeiert wurde, ging alles schief. Ein Flammenspeier erwischte das Schaumstoffkostüm eines anderen Darstellers, das sofort Feuer fing. Der junge Mann, der binnen Sekunden lichterloh brannte, versuchte, sich aus dem Kostüm zu befreien und fiel dabei mitten in die Zuschauermenge. Es folgte ein Chaos, bei dem Darsteller und Zuschauer teils schwere Verbrennungen erlitten.

Nach Auskunft des Rathauses wurden vier Personen schwer verletzt. Eine 51-jährige Frau und ein 18-jähriges Mädchen, die unter den Zuschauern waren, erlitten schwerste Verbrennungen.

Schätzungsweise 10.000 Zuschauer waren dieses Jahr nach Valsequillo gekommen, um das Feuerspektakel, an dem fast 100 Darsteller mitwirken, zu erleben.




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