Tomatenbauern fordern 40 Millionen Euro


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Zahlen Staat und Regionalregierung nicht bald, sind 20.000 Arbeitsplätze ernsthaft bedroht

Am 14. Mai haben rund 3.000 Personen in Las Palmas de Gran Canaria bei einer Demonstration in der Inselhauptstadt vom Staat und der Regionalregierung gefordert, eine seit 2010 gegenüber den Tomatenbauern zusammengekommene Gesamtschuld von etwa 40 Millionen Euro endlich zu begleichen.

Die Vereinigung, die sich für die Interessen der Tomatenbauern einsetzt, wirft der Zentral- und der Regionalregierung vor, finanzielle Hilfen, die per Gesetz beschlossen oder im Parlament zugesagt wurden, nicht geleistet zu haben. Mit der Folge, dass die Bauern nun ihre Schulden bei den Banken nicht mehr bedienen und keine neuen Kredite aufnehmen könnten, dass die nächste Ernte, ganze Unternehmen und über 20.000 Arbeitsplätze bedroht seien.

María del Carmen Hernández Bento, Vertreterin der Zentralregierung auf den Kanaren, erklärte, der Staat habe die von ihm den kanarischen Tomatensektor geschuldeten 23 Millionen Euro bereits überwiesen. Laut dem Interessenverband stehen jedoch noch die Transportsubventionen aus.

Die Regionalregierung steht weiterhin mit 14 Millionen Euro bei den Tomatenbauern in der Kreide. Bei einem Treffen zwischen den Vertretern beider Seiten, zeichnete sich zumindest eine Annäherung ab. Gemeinsam sucht man nun nach Lösungen. Der Vertreter der Regionalregierung erklärte, möglicherweise könnten drei Millionen Euro Soforthilfe aus dem Haushalt abgezweigt werden. Ende Mai soll weiterverhandelt werden.




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