Todesfall im Vergnügungspark


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Die Eltern verlieren ihre dritte Tochter innerhalb von wenigen Jahren

Die Ortschaft El Tablero und die Schule Aguañac im Süden Gran Canarias tragen Trauer. Der Tod des Mädchens María Celeste Encinoso Ojeda im Disneyland Resort Paris hat Schulkameraden, Lehrer und Bevölkerung gleichermaßen erschüttert.

Der Schmerz der Familie und der Eltern der 14-Jährigen dagegen erscheint unvorstellbar. Innerhalb von fünf Jahren haben sie drei Töchter verloren. María Celestes Zwillingsschwester und die ältere Schwester starben nachweislich an Herzversagen. Die Autopsie ergab, dass auch María Celeste vermutlich an einer Herzschwäche starb, denn an ihrem Körper konnten keine Anzeichen von Prellungen o.ä. festgestellt werden.

Das Mädchen war mit seiner Schulklasse auf Klassenfahrt in Paris gewesen. Geplant war ein mehrtägiger Aufenthalt im Hotel Cheyenne im Disneyland Resort. Doch das Unglück ereignete sich bereits am ersten Tag. María Celeste war in Begleitung mehrerer Schulkameraden in die Achterbahn „Rock ´n´Roller Coaster Aerosmith“ gestiegen, die als besonders wild gilt. Die Achterbahn fährt zum Teil im Halbdunkel, nach einem Katapultstart gibt es zwei Loopings und einen Korkenzieherlooping, die die Fahrgäste mit maximal 5 G in die Sitze drücken, während aus den Lautsprechern Musik der berühmten Band „Aerosmith“ erklingt.

Am Eingang zur Achterbahn warnt ein Schild, dass der Ride nichts für Schwangere, Personen mit Rückenproblemen oder Herzfehlern ist.

Beim Aussteigen fiel den Freunden auf, dass María Celeste während der Fahrt bewusstlos geworden war. Disney Personal und später auch medizinisches Personal versuchten vergeblich, das Mädchen zu reanimieren.

„Sie starb kurze Zeit später“, berichtete ein Sprecher des Freizeitparks. Die Achterbahn wurde vorläufig geschlossen, bis die Todesursache geklärt war.

Disneyland stellte umgehend psychologische Betreuung für die Familie des Kindes, die aus Gran Canaria anreiste, und die übrigen Kinder der Schulklasse zur Verfügung, die vom plötzlichen Tod ihrer Schulkameradin schwer betroffen waren.

Das vorläufige Ergebnis der Untersuchungen lässt einen natürlichen Tod aufgrund einer Herzschwäche vermuten, zumal die beiden Geschwister des Mädchens auf ähnliche Weise starben.




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