Streit um Riesenfahne


Gran Canaria will 300 Quadratmeter große Fahne aufstellen

359.949 Euro lässt es sich die Inselverwaltung von Gran Canaria kosten, eine neue Riesenfahne an der Fuente Luminosa im Stadtzentrum von Las Palmas de Gran Canaria aufstellen zu lassen.

Die polemische Entscheidung der PP-regierten Stadtverwaltung wurde am 30. März in einer Plenarsitzung verabschiedet – sehr zum Unwillen der Opposition.

Coalición Canaria-Nueva Canarias und die kanarischen Sozialisten kritisieren in diesem Zusammenhang hauptsächlich den „hohen Preis“, aber auch die „völlig übertriebenen Maße“ der neuen Fahne. Diese soll nämlich 300 Quadratmeter groß werden und an einem 50 Meter hohen Mast flattern. Die Höhe entspreche in etwa einem „zwanzigstöckigen Gebäude“, so die Opposition verärgert.

Wann genau die neue Fahne aufgestellt werden soll, steht noch nicht fest, doch Cabildo-Vizepräsident Larry Álvarez verriet schon mal, dass es „eine Überraschung“ werden soll.

„Schwer zu rechtfertigender Unsinn“

CC-Sprecher Carmelo Ramírez empörte sich seinerseits, es gäbe absolut keinen Grund für die Aufstellung einer derartig teuren Riesenfahne, während die Bürger weiterhin auf die Erfüllung zahlreicher Primär-Bedürfnisse warten müssen. José Miguel Pérez, Sprecher der Sozialisten, bezeichnete das Cabildo-Vorhaben als einen „schwer zu rechtfertigenden Unsinn“.




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