Seniorenhilfen gestrichen


Las Palmas ergreift harte Sparmaßnahmen

Der Schuldenberg von Las Palmas ähnelt dem vieler Gemeinden; es muss dringendst gespart werden. Nun hat der Stadtrat unter dem neuen Bürgermeister Juan José Cardona (Partido Popular, PP) beschlossen, bei den Seniorenhilfen zu kürzen.

Die Unterstützung von 970 stark Pflegebedürftigen wird beibehalten, doch ca. 1.000 Senioren – darunter insbesondere über 65-jährige, allein lebende Frauen ohne große Ersparnisse – werden auf ihre wöchentliche Hilfe im Haushalt und beim Kochen verzichten müssen. Auf diese Weise sollen drei Millionen Euro jährlich eingespart werden.

Bürgermeister Cardona verteidigte die Sparmaßnahme und bat die Familien, sich ihrer Verantwortung zu stellen und ihren Angehörigen unter die Arme zu greifen.

Sebastián Franquis, Sprecher der in der Opposition stehenden Partido Socialista Obrero Español (PSOE), klagte an, es handele sich um ein Attentat auf die schwächsten gesellschaftlichen Gruppen.

María del Carmen Hernández, Sprecherin der PP, entgegnete, die Kritik der Sozialisten sei unverständlich angesichts der von diesen [nach den Kommunalwahlen im Mai] hinterlassenen leeren Stadtkassen. Als Beispiel wurden eine nicht angegebene Schuld von 53 Millionen Euro und mehr als 750 unbezahlte Rechnungen genannt.




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