Schweres Unglück auf Ausflugskatamaran


Schmutzwassergase vergifteten Schiffsführerin tödlich

Am 26. Juni kam es im Yachthafen von Puerto Rico (Gran Canaria) zu einem tödlichen Unfall auf einem Ausflugskatamaran, wie die Nachrichtenagentur EFE und der kanarische Rettungsdienst berichteten.

Gegen 20 Uhr entdeckte die Mannschaft des „Supercat“, eines der größten Katamarane der Kanaren, dass etwas mit dem Fäkalientank nicht in Ordnung war. Eines der Besatzungsmitglieder öffnete die Abdeckung, um dem Fehler auf die Spur zu kommen, doch die giftigen Gase raubten ihm fast sofort die Besinnung. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich von der Luke entfernen. Dann nahm sich die Schiffsführerin des Problems an. Die 50-Jährige hob den Deckel, verlor umgehend das Bewusstsein und fiel in den Schmutzwassertank. Mit der Absicht, die Schiffsführerin so schnell wie möglich aus dem Tank zu ziehen, eilten weitere zwei Besatzungsmitglieder zur Luke, doch auch sie wurden von den Gasen vergiftet und einer von ihnen stürzte ebenfalls in den Tank.

Die umgehend eingetroffenen Rettungskräfte fanden zwei Unglücksopfer mit Herz- und Atemstillstand sowie ein drittes mit leichteren Vergiftungserscheinungen vor. Sofort leiteten sie die Wiederbelebung der beiden Schwerverletzten ein. Es gelang ihnen, das männliche Besatzungsmitglied zu retten, doch bei der Schiffsführerin blieben alle Wiederbelebungsversuche erfolglos. Die Überlebenden wurden ins Universitätskrankenhaus bzw. Gesundheitszentrum von Arguineguín gebracht. Noch am nächsten Tag befand sich der schwer vergiftete 55-Jährige in kritischem Zustand.

Eine Untersuchung muss nun die genauen Umstände des Unglücks aufklären.




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