Schließung des Migrantenzentrums Barranco Seco angeordnet

Das Migrantenzentrum CIE Barranco Seco befindet sich in Las Palmas auf Gran Canaria. Foto: EFE

Das Migrantenzentrum CIE Barranco Seco befindet sich in Las Palmas auf Gran Canaria. Foto: EFE

Gran Canaria – Arcadio Díaz Tejera, der Richter, der für die Beaufsichtigung des Migrantenzentrums CIE Barranco Seco in Las Palmas auf Gran Canaria zuständig ist, hat die Schließung und Räumung der Einrichtung angeordnet, nachdem festgestellt worden ist, dass zwei Insassen mit dem Covid-19-Virus angesteckt sind und sich die Krankheit wegen der beengten Verhältnisse unter den dort internierten Migranten ausbreiten könnte. Er begründet die Entscheidung damit, dass unter den gegebenen Umständen die Isolierung der infizierten Personen nicht gewährleistet werden kann.
In den anderen Zentren dieser Art, von denen einige, wie beispielsweise das in Barcelona, vollständig leer sind, gibt es nach Angaben des Innenministeriums bisher keine positiv auf den Coronavirus getesteten Personen.
Richter Díaz Tejera erinnert in seinem Beschluss daran, dass der Entzug der Freiheit in den CIEs die Abschiebung der Immigranten zum Ziel hat. Diese kann jedoch wegen der weltweiten Pandemie-Maßnahmen zurzeit nicht durchgeführt werden. Das Recht auf Unversehrtheit der Insassen und der Staatsbediensteten, die dort arbeiten, habe Vorrang.
Der Richter hat deshalb angeordnet, die Migranten so schnell wie möglich in Aufnahmeeinrichtungen zu verlegen.

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