Schlangenjagd vorverlegt


Bekämpfung der Kalifornischen Königsnatter

Das Umweltamt der kanarischen Regierung hat beschlossen, die Kampagne zur Be­kämpfung der Kalifornischen Königsnatter auf Gran Canaria schon im Februar zu beginnen.

Dadurch soll, so die Auskunft des Generaldirektors dieses Amtes, die Eiablage und somit die weitere Fortpflanzung dieser Art verhindert werden.

Die Kalifornische Königsnatter ist eine künstlich auf der Insel eingeführte Art, denn Schlangen kommen naturgegeben auf den Kanaren nicht vor. Da diese Natternart die Fähigkeit besitzt, sich hervorragend neuen Umgebungen anzupassen, sich problemlos fortpflanzt und schnell entwickelt, wuchs der Bestand dieser Reptilien in den letzten zehn Jahren zu einer Plage heran, die aktiv bekämpft wird. Wenig Erfolg zeigten dabei allerdings die Käfige, die als Fallen aufgestellt wurden. Deshalb hat sich das Umweltamt für die diesjährige Bekämpfungskampagne für eine andere Art von Falle entschieden, die in den USA bereits erfolgreich eingesetzt wurde. Dabei handelt es sich um Sperrholzplatten, die entsprechend gekennzeichnet und in den Orten San Roque und La Solana ausgelegt werden. Da die Nattern gerne unter Steinen oder anderen flachen Gegenständen den Schatten suchen und an solchen Orten auch nisten, hofft man, dass sie in die Falle der falschen Nistplätze gehen.

Die Kalifornische Königsnatter (Lampropeltis getulus californiae) ist eine harmlose Schlangenart und durch eine geringelte oder gestreifte Zeichnung gekennzeichnet. Die natürlichen Farben sind schwarz und braun mit weißen oder gelben Streifen.




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