Reste einer verlorenen Sprache


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Die Symbolstempel von Gran Canaria geben ihr Geheimnis nicht preis

Die prähistorischen Bewohner von Gran Canaria hatten eine Schriftsprache auf der Basis von Symbolen, deren Bedeutung mit dem Aussterben dieser Gesellschaften verlorengegangen ist.

Auch die jüngsten Untersuchungen der rund zweihundert im Kanarischen Museum von Las Palmas aufbewahrten Symbolstempel konnten das Geheimnis nicht lüften.

Die sogenannten Pintaderas wurden aus Ton, manchmal auch aus Holz, hergestellt. Sie finden sich an archäologischen Stätten, die über die gesamte Insel verteilt sind und stammen aus dem 1. bis 17. Jahrhundert. Die Schriftsprache besteht aus einer begrenzten Anzahl von Symbolen, die aus geometrischen Formen zusammengesetzt sind und sich in unterschiedlichen Abständen wiederholen. Dies widerspricht der althergebrachten Vorstellung, dass die Pintaderas eine Art Familienwappen waren. Für die Wissenschaftlerinnen des Kanarischen Museums ist die These, dass die zwei bis zwölf Zentimeter großen Symbolstempel dazu dienten, Speicher und anderes Eigentum zu kennzeichnen, damit überholt. Auch die oft gehörte Behauptung, jedes der Symbole sei einzigartig, ist nicht haltbar, sie wiederholen sich im Gegenteil ständig.

Die Onlinepublikation „Pintaderas del Museo Canario“ macht die alten Symbole der Ureinwohner von Gran Canaria für jedermann zugänglich:  www.elmuseocanario.com/images/documentospdf/pintaderaselmuseocanario.pdf




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