Reederei Armas nimmt einen neuen Anlauf, um die Kanaren mit Marokko zu verbinden


© Armas

Knapp zwei Jahre nach der Havarie der „Assalama“ vor Tarfaya

Die kanarische Reederei Naviera Armas prüft derzeit die Möglichkeiten, eine neue Fährroute zwischen den Kanaren und Marokko einzurichten.

Anfang März wurde im Hafen von El Aaiún in der Westsahara das Anlegemanöver mit der Fähre „Volcán de Tejeda“ geprobt, um festzustellen, ob die Route mit dieser Fähre abgedeckt werden kann. Wie die Reederei mitteilte, bereitete das Anlegen in El Aaiún keinerlei Schwierigkeiten, weshalb die Verhandlungen und der Instanzenweg fortgesetzt werden, um die Seeverbindung zu verwirklichen. Die 120 Meter lange Autofähre „Volcán de Tejeda“ bietet Platz für 450 Passagiere und 96 Sattelschlepper.

Armas plant zunächst eine wöchentliche Verbindung zwischen den Kanarischen Inseln und El Aaiún. Die „Volcán de Tejeda“ würde Samstagnacht in Las Palmas ablegen und am nächsten Morgen in El Aaiún einlaufen. Die Rückfahrt ist für Sonntagmittag vorgesehen, die Ankunft in Las Palmas gegen 19.00 Uhr desselben Tages.

Die Reederei nimmt mit der geplanten Route einen neuen Anlauf, um die Kanarischen Inseln auf dem Seeweg mit Marokko zu verbinden. Knapp zwei Jahre nach der Havarie der Armas-Fähre „Assalama“ vor der marokkanischen Küste bei Tarfaya, die das Ende der Handelsroute Fuerteventura-Tarfaya bedeutete, fasst Armas jetzt erneut das Ziel Marokko ins Auge.

Während Armas nun eine neue Verbindung nach Marokko plant, warten die Passagiere der „Assalama“ nach eigenen Angaben heute noch auf eine Entschädigung. Das traumatische Erlebnis der Havarie und der Rettung schildern einige Passagiere auf der Website www.naufragio.org. Dabei kommt die Reederei nicht gut weg. Schon direkt nach dem Unfall vor zwei Jahren war Armas scharf kritisiert und angegriffen worden, weil nicht genügend Rettungsboote an Bord der Fähre waren. Die „Assalama“ war am 30. April in Tarfaya mit Kurs auf Fuerteventura ausgelaufen und hatte kurz danach durch eine Kollision mit dem Wellenbrecher einen schweren Schaden erlitten. Die 113 Passagiere mussten das Schiff über Leitern verlassen. Nur zwei Rettungsboote waren an Bord, eines davon defekt. Dank der Hilfe von einheimischen Fischern, die mit ihren kleinen Booten herbeieilten, gelang die Evakuierung der Passagiere.




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