„Rajoy hat den Kanaren den Rücken gekehrt“


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Oppositionschef Rubalcaba in Las Palmas:

Unmittelbar nach der Rückkehr von seiner Audienz bei König Juan Carlos in Madrid, traf sich der kanarische Präsident mit dem Oppositionsführer Alfredo Pérez Rubalcaba, der sich zu politischen Gesprächen in Las Palmas aufhielt.

Im Gegensatz zum Regierungschef Mariano Rajoy, bei dem Paulino Rivero bereits seit Dezember vergeblich um einen Gesprächstermin nachsucht, nahm sich der Chef der spanischen Sozialisten Zeit für eingehende Gespräche.

Er unterstütze die Position der kanarischen Sozialisten, Koalitionspartner der Kanarischen Koalition CC in der Regionalregierung, die sich gegen Probebohrungen des Ölkonzerns Repsol in kanarischen Gewässern wehrt, welche von der Regierung Rajoy genehmigt wurden. „Die kanarischen Sozialisten haben in dieser Angelegenheit die volle Unterstützung der Parteiführung während die Regierung es an Transparenz fehlen lässt“, erklärte er.

Er müsse sich der allgemeinen Meinung anschließen, dass jeder Freitag, dem Tag, an dem der Ministerrat zusammentritt, ein Tag der Schmerzen sei, an dem immer neue Sparmaßnahmen und Kürzungen beschlossen würden.

Der Oppositionsführer forderte spezielle Aktionen für die Wirtschaft der Inseln aufgrund ihrer Randlage, der extremen Entfernung vom Mutterland sowie der erschreckend hohen Arbeitslosigkeit. Inzwischen seien 31 Prozent der aktiven Bevölkerung arbeitslos.

Eine Politik im Interesse der kanarischen Region müsse die Senkung der Flughafengebühren beinhalten, denn ihre Höhe beeinflusse die Konkurrenzfähigkeit des Tourismussektors, des wirtschaftlichen Motors der Kanaren. Daher müssten die diesbzüglichen Maßnahmen, insbesondere die Streichung der Vergünstigungen für Fluggesellschaften durch die Regierung Rajoy, als regressiv bezeichnet werden. Seine Partei, so versicherte er, verfolge eine Politik, welche die Interessen der Kanaren verteidige.

Pérez Rubalcaba war nach Las Palmas gekommen, um mit der Parteispitze der kanarischen Sozialisten PSOE-C, die Marschroute für ihre Arbeit innerhalb der kanarischen Regierung festzulegen.




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