Rätselhafter Sturz in den Tod


Vermisster 17-Jähriger tot im Barranco gefunden, 13-Jährige schwer verletzt

Zwei vermisste Jugendliche aus der Ortschaft La Aldea waren nach der Schule nicht nach Hause zurückgekehrt. Am Morgen des darauffolgenden Tages wurden sie in einem Barranco am Fuße eines über 50 Meter hohen Steilhanges aufgefunden.

Der 17-jährige Álvaro N. konnte nur noch tot aus dem unwegsamen Gelände geborgen werden. Die 13-jährige Cindy R. wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, ist jedoch außer Lebensgefahr. Am Tag ihres Verschwindens hatte es die ersten Quartalszeugnisse des Schuljahres gegeben. Zuletzt waren die beiden um 14.00 Uhr bei Schulschluss gesehen worden. Um 17.15 Uhr schlugen die Eltern Alarm, und die Suche durch Polizei, Zivilschutz und Feuerwehr begann, zunächst ohne Erfolg. Erst am darauffolgenden Morgen wurden die Vermissten von einem Beamten der Guardia Cuvil und dem Vater des Jungen, einem ortsansässigen Fuhrunternehmer, gefunden.

Wegen der Unzugänglichkeit des Hanges musste ein Rettungshubschrauber für die Bergung eingesetzt werden, der wegen des starken Windes, der zu dieser Zeit herrschte, große Schwierigkeiten hatte, den Einsatz durchzuführen.

Der Grund für den Sturz in die Tiefe ist bisher ungeklärt. Der Ort des Absturzes befindet sich jedenfalls nicht auf dem normalen Schulweg der Jugendlichen. Die zu der Zeit herrschende Wettersituation mit starkem Wind und schweren Regenfällen konnte von der Polizei als mögliche Ursache jedoch schon ausgeschlossen werden.

Der Vorfall hat die Einwohner von La Aldea schwer getroffen. Die Familie des umgekommenen Jungen wird psychologisch betreut.




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