Posthume Ehrung


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Mary Anne Kunkel enthüllte ihre Büste und die ihres verstorbenen Mannes

Das Cabildo von Gran Canaria hat Günther Kunkel (1928-2007) an einem Ort ein Denkmal gesetzt, der dem Naturfreund sicherlich recht wäre.

Im Jardín Botánico Viera y Clavijo enthüllte die Witwe des deutschen Botanikers zwei Büsten, die das Cabildo zu Ehren des deutsch-britischen Ehepaars von einem einheimischen Künstler hatte anfertigen lassen.

Mary Anne Kunkel war 32 Jahre lang nicht mehr auf Gran Canaria gewesen, und die Veränderungen auf der Insel, die für sie und ihren Mann von 1964 bis 1977 eine Heimat war, haben sie sicher umgehauen. Doch vielmehr als der Fortschritt der Insel seit den 70er Jahren interessierte Mary Anne Kunkel zum Beispiel, wie es der Lotus kunkeli oder auf Spanisch „Yerbamuda de Jinámar“ geht, einer endemischen Pflanzenart, die von ihrem Mann entdeckt wurde und heute auf der Liste der bedrohten Arten der kanarischen Regierung steht. Mary Anne Kunkel hatte ihren Mann bei seinen Forschungen begleitet und die von ihm entdeckten und erforschten Arten mit ihrem wunderbaren Talent gezeichnet. Günther Kunkel ist unter anderem zu verdanken, dass auf den Kanarischen Inseln seinerzeit ein internationaler Kongress über die Flora in Makaronesien stattfand, zu dem über 60 Forscher aus 13 Ländern anreisten.

Der Weltbürger lebte zuletzt auf einem Bauernhof in Almería (Andalusien), wo er am 6. August 2007 kurz vor seinem 80. Geburtstag verstarb.

Auf einer Gedenktafel vor den Büsten von Mary Anne und Günther Kunkel steht ein Satz, den der Botaniker 1971 formulierte: „Schütze die Natur und alle Mitglieder dieser großen Gemeinschaft: die Pflanzen, die Tiere und die Landschaft. Nie zuvor hatte die Natur so viel Schutz nötig“.




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