„Picudo Rojo“ unmöglich auszurotten


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Landwirtschaftsminister versichert, dass die Palmenplage unter Kontrolle ist

Der kanarische Landwirtschaftsminister Pedro Rodríguez Zaragoza teilte kürzlich in Las Palmas mit, dass die Plage des so genannten „Picudo Rojo“ unter Kontrolle ist. Zaragoza zeigte sich im Anschluss an die Eröffnung der Tagung zum Thema „Plagen und Krankheiten bei Palmen“ zufrieden mit dem Ergebnis des Arbeitsaufwands der letzten drei Jahre.

Allerdings räumte Zaragoza ein, dass der Schädling trotzdem wohl nie vollkommen besiegt werden kann. Da es kein „Wundermittel“ für die Ausrottung des hartnäckigen Käfers (auch Palmrüssler genannt) gibt, sei eine Vernichtung des Insekts wohl ausgeschlossen. „Wir sollten uns eben damit abfinden, dass wir auf den Inseln einen neuen »Gast« haben, den wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln in Schach halten müssen“, sagte Zaragoza.

Der Schädling Rhynchophorus ferrugineus oder Palmrüssler ist ein Insekt, das sich seinen Weg ins Innere des Palmenstammes frisst und Tunnel von bis zu einem Meter Länge gräbt. Diese Galerien gehen von der Krone aus und verästeln sich im Stamm. Die Palmenblätter werden von der Mitte aus strohgelb und sterben nach und nach ab, so dass die Palmenkrone innerhalb weniger Wochen komplett abgestorben ist. Die durch die Larven und Käfer verursachten Schäden werden erst sehr spät sichtbar, wenn die Palme meist nicht mehr zu retten ist.

Die Tagung in Las Palmas ist eine der von der Regionalregierung ergriffenen Maßnahmen im Kampf gegen die Plage. Dabei werden Erfahrungsberichte vorgetragen und Expertenrat erteilt.

Im Rahmen des Feldzugs gegen den „Picudo Rojo“ wurden in den letzten drei Jahren mehrere Millionen Euro in die Ausarbeitung einer Liste aller Palmen, die Diagnose befallener Exemplare und die dadurch unumgängliche Zerstörung der Palmen durch Verbrennung investiert.

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