Neues Museum auf Gran Canaria

Die Pläne sehen ein Museumsgebäude im kanarischen Architekturstil vor. Foto: gobierno de Canarias

Die Pläne sehen ein Museumsgebäude im kanarischen Architekturstil vor. Foto: gobierno de Canarias

Das kanarische Tourismusressort wird mit 700.000 Euro den Bau des Gebäudes in Santa Lucía de Tirajana fördern

Gran Canaria – Das Ressort für Tourismus der kanarischen Regierung hat der Gemeinde von Santa Lucía de Tirajana einen direkten Zuschuss in Höhe von 700.000 Euro für den Bau eines Museums gewährt, in dem die Funde der archäologischen Stätte La Fortaleza gezeigt werden sollen. Das Tourismusressort beteiligt sich somit zu 45% an den Kosten des Projekts, die sich auf insgesamt 1.539.625 Euro belaufen. Das Projekt muss bis zum 31. Dezember 2022 ausgeführt werden.

Als Standort wurde ein Grundstück von 376 qm ausgewählt, das Eigentum der Stadt ist. Das Gebäude, das sich auf dem Gelände befindet und nicht mehr genutzt wird, soll abgerissen werden. Der Neubau umfasst ein zweistöckiges Gebäude mit einer Gesamtfläche von 830 qm. Im Erdgeschoss werden sich der Eingangsbereich mit Rezeption, ein Multifunktionsraum und der Innenhof befinden, während im ersten Stock die Ausstellungsräume untergebracht werden. Das Gebäude wird sich an die traditionelle Architektur von Santa Lucía de Tirajana anpassen.

La Fortaleza bedeutet auf Deutsch „die Festung“. Auf der höchsten der drei Felsformationen dieser archäologischen Fundstätte deuten kreisförmig angeordnete Steine darauf hin, dass dieser Ort von den Ureinwohnern für Rituale genutzt wurde. Foto: Cabildo de Gran Canaria
La Fortaleza bedeutet auf Deutsch „die Festung“. Auf der höchsten der drei Felsformationen dieser archäologischen Fundstätte deuten kreisförmig angeordnete Steine darauf hin, dass dieser Ort von den Ureinwohnern für Rituale genutzt wurde. Foto: Cabildo de Gran Canaria

Der Wert des kulturellen Erbes der Insel wird hervorgehoben

La Fortaleza ist eine archäologische Ausgrabungsstätte, in der die ersten Bewohner Gran Canarias lebten und Höhlen, die als Behausung, Begräbnisstätten oder Lagerplätze dienten, entdeckt wurden.

Die Fundstätte umfasst ein ausgedehntes Gebiet, das Fortaleza Grande, La Fortaleza Chica und Titana beinhaltet. Dort gibt es zahlreiche natürliche und künstliche Höhlen, einige davon enthalten Reste von Zeichnungen. Sie dienten den Ureinwohnern als Wohnstätten, Getreidespeicher oder Gräber. Außerdem gibt es kreisrunde Bauten auf der Anhöhe von La Fortaleza Grande, die vermutlich religiösen Zwecken gewidmet waren. Die Gegend, in der La Fortaleza liegt, war in vorspanischer Zeit mindestens 1.200 Jahre lang bewohnt, seit dem 3. oder 4. bis ins 15. Jahrhundert, und ist eine der ersten, die auf Gran Canaria besiedelt wurde.

Der Bau des Museumshauses ist Teil der vom Tourismusressort subventionierten Arbeiten, die in Abstimmung mit den Gemeinden des Archipels vorangetrieben werden, um das touristische Angebot zu verbessern.

Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.
Abonnieren
Benachrichtige mich zu:
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen