Natürliche Taubenbekämpfung


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Wüstenbussarde vergrämen die lästigen Vögel

Im Bestreben, die Taubenpopulation und ihre Ausweitung in Las Palmas de Gran Canaria unter Kontrolle zu behalten, setzt die Gemeinde seit Mitte März regelmäßig drei Wüstenbussarde am Canteras-Strand ein.

Mimi González und Óscar Mata, Stadträte für Gesundheit und Sauberkeit, wohnten dem ersten Flug eines der Bussarde bei, der von Carmelo Walo, Spezialist für die Kontrolle der tierischen Stadtbevölkerung des Unternehmens Necaex, auf den Weg geschickt wurde.

Das Abkommen mit dem Unternehmen sieht vor, dass an vier Tagen in der Woche für rund eine Stunde drei Wüstenbussarde am Strand und der Promenade von Las Canteras ihre Runden ziehen. Bei allen drei Exemplaren handelt es sich um in Gefangenschaft geborene Vögel der Gattung Parabuteo unicinctus, die Fußring, Schellen und Sender tragen.

Allein ihre Präsenz reicht zur Abschreckung der Tauben aus, denen die Angst vor Raubvögeln angeboren ist. Befindet sich ein solcher in der Nähe, ändern die Tiere grundsätzlich ihre Flug- und Nistgewohnheiten. 

Diese Art der natürlichen Taubenbekämpfung, basierend auf der sogenannten Vergrämung durch Raubvögel, wird üblicherweise an Flughäfen praktiziert, und von Experten als effizient, mit dem Tierwohl vereinbar und nachhaltig angesehen. 

Vor der endgültigen Einführung dieser natürlichen Art der Taubenbekämpfung wurde die Effizienz bei mehreren Testflügen geprüft und als äußerst gut befunden. 




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