Las Palmas hat eine Tierschutzpolizei

Der Bürgermeister von Las Palmas, Augusto Hidalgo (r.), bei der Vorstellung der Spezialeinheit. Foto: AYuntamiento LAS PALMAS

Der Bürgermeister von Las Palmas, Augusto Hidalgo (r.), bei der Vorstellung der Spezialeinheit. Foto: AYuntamiento LAS PALMAS

Bürgermeister Augusto Hidalgo stellte die Spezialeinheit vor

Gran Canaria – Das Wohl der Tiere ist der Stadtverwaltung Las Palmas de Gran Canaria ein Anliegen. Dies beweist unter anderem die 1996 verfasste Tierhaltungsverordnung, die sowohl für Nutztiere als auch für Haustiere gilt. Um die Einhaltung der darin enthaltenen Vorschriften und Pflichten durch die Tierhalter zu gewährleisten und jegliche Art von Tiermisshandlung, -vernachlässigung oder -quälerei zu unterbinden, ist seit Februar eine neue Einheit der Polizei im Einsatz. Diese wurde vor wenigen Tagen von Bürgermeister Augusto Hidalgo zusammen mit anderen Vertretern des Gemeinderats, darunter der Stadtrat für Tierwohl, Luis Zamorano, und der Chefin der Policía Local, Carmen Martín, vorgestellt.

„Dieses Team wurde zusammengestellt, um dem Wunsch der Bürgerschaft nach mehr Mitteln zur Bekämpfung von Tierquälerei zu entsprechen. Die Beamten sind die ersten, die im Falle von Straftaten gegen den Tierschutz davon erfahren, und durch die Sondereinheit kann nun noch schneller eingegriffen werden“, erklärte Bürgermeister Hidalgo. Man sei sehr zufrieden mit den Ergebnissen der koordinierten Arbeit dieser Polizeieinheit, fügte er hinzu. Dennoch sei noch viel zu tun, denn in ­dieser Angelegenheit seien ­individuelles Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität gefragt.

Fast 500 Einsätze

Seit Indienststellung der Einheit im Februar dieses Jahres, haben die Beamten 465 Einsätze durchgeführt, die meisten davon (282) im Zusammenhang mit Hunden. In 55 Fällen, in denen die Beamten eingreifen mussten, ging es um Katzen, und in 128 weiteren Fällen um andere Tiere wie Vögel, Pferde oder Schweine.

Die Häufigkeit von Anzeigen gegen Hundehalter erklärt sich unter anderem mit der Vorschrift, dass alle Hunde in der Gemeinde gechippt und in einem Register erfasst sein müssen. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld. Die Chip-Pflicht gilt übrigens auch für Katzen. Häufig tauchen in den Polizeiprotokollen auch Belästigung durch Bellen und Hundekotverschmutzung auf, und leider gibt es auch immer wieder Anzeigen wegen Misshandlung oder Quälerei.

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