Königin Sofía auf Gran Canaria


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30 Millionen Euro werden bis 2010 in die Förderung der Selbstverwaltung und Handlungsfähigkeit der Rotkreuz-Gesellschaften in Afrika flie­ßen, um die Abhängigkeit vom Spanischen Roten Kreuz in Krisensituationen zu verringern. Dies ist das Ergebnis des Gipfeltreffens von Vertretern des Roten Kreuzes aus 21 afrikanischen Staaten in der „Casa África“ in Las Palmas de Gran Canaria, dessen Ehrenvorsitz Königin Sofía übernahm.

Ziel sei, dass die nationalen Rotkreuz-Gesellschaften eines Tages in Krisensituationen selbst in der Lage sind effektiv zu handeln, ohne dass eine direkte personelle Unterstützung des Spanischen Roten Kreuzes notwendig ist. Da dies heutzutage nicht der Fall ist, stützt sich das Afrika-Projekt von Cruz Roja auf drei Grundpfeilern: Die Verbesserung der Ausrüstungen, die Schulung des Personals für eine korrektes Verhalten angesichts von Naturkatastrophen oder kriegerischer Auseinandersetzungen, und die Schulung der Arbeitskräfte im Verwaltungsbereich – Kenntnis internationaler Formulare, Computerschulungen und Ausbildung freiwilliger Helfer.

Während des Treffens auf Gran Canaria hatten die 21 Teilnehmer aus Afrika – von Ghana und Burkina Faso bis zur Elfenbeinküste und Togo – die Möglichkeit, ihre landesspezifischen Probleme und Bedürfnisse darzulegen. Königin Sofía saß in der ersten Reihe und hörte interessiert allen Rednern zu.

Juan Manuel Suárez del Toro, Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, erklärte, dass für dieses Programm zur Förderung der Selbstständigkeit der jeweiligen nationalen Organisationen ursprünglich 10 Mio. Euro zur Verfügung standen. Nach dem positiven Ergebnis in Ländern wie den Kapverden wird das Programm nun auf andere Staaten ausgeweitet und weitere 20 Mio. Euro investiert.

Für die Vertreter der afrikanischen Rotkreuz-Gesellschaften war die Teilnahme von Köngin Sofia ein Zeichen für die Bedeutung, die Spanien diesem Programm beimisst.




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