Invasiver Exot

Die gebietsfremde Art, die durch den Menschen auf die Insel eingeführt wurde, stellt durch ihre Anpassungsfähigkeit, ihre Ernährungsgewohnheiten und die hohe Fortpflanzungsrate eine Gefahr dar. Foto: GOBIERNO DE CANARIAS

Die gebietsfremde Art, die durch den Menschen auf die Insel eingeführt wurde, stellt durch ihre Anpassungsfähigkeit, ihre Ernährungsgewohnheiten und die hohe Fortpflanzungsrate eine Gefahr dar. Foto: GOBIERNO DE CANARIAS

Mehr als 50 Jemenchamäleons wurden seit 2017 eingefangen

Gran Canaria – Über die Einheit zur Bekämpfung exotischer invasiver Arten, RedEXOS, wurden in den vergangenen vier Jahren mehr als 50 Exemplare einer gebietsfremden Chamäleonart eingefangen, deren Ausbreitung auf der Insel als besorgniserregend eingestuft ist. Der Leiter des Umweltressorts der kanarischen Regierung, José Antonio Valbuena, teilte Ende Mai mit, dass seit dem Beginn der ersten Sichtungen im Jahr 2017, insgesamt 52 Chamäleons dieser Art im Gemeindegebiet von Arucas eingefangen wurden. Er lobte die Arbeit von Red
EXOS und wies darauf hin, wie wichtig es sei, exotische invasive Arten früh zu erkennen und zu bekämpfen, um eine Ausbreitung auf andere Inselgebiete zu verhindern.
Dabei ist RedEXOS auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, die im Falle der Sichtung eines solchen Tieres gebeten wird, dies umgehend zu melden, und zwar über die App RedEXOS, über die E-Mail redexos.medioambiente@go
biernodecanarias.org oder telefonisch über 646 601 457.
Das Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus) zählt zu den exotischen Tierarten, die, dem Königlichen Dekret 216/2019 zufolge, als invasive Arten die Biodiversität auf den Kanarischen Inseln gefährden. Demnach sind der Handel, die Haltung und die Zucht dieser Tiere auf den Inseln strengstens verboten.
Auf www3.gobiernodecanarias.org kann unter „temas“, „medioambiente“, „biodiversidad“ nachgelesen werden, welche Pflanzen- und Tierarten als invasiv eingestuft sind, weil sie die Natur und Tierwelt auf den Kanaren gefährden.

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