Internationaler Prostitutionsring zerschlagen


© EFE

Die Ausgangsbasis soll auf Gran Canaria liegen

In einer großangelegten Polizeiaktion wurde Ende Januar ein internationaler Prostitutionsring zerschlagen, dessen Ausgangsbasis auf Gran Canaria vermutet wird. Im Rahmen der so genannten „Operación Kimbanda“ wurden in den Gemeinden Arucas, Telde und Las Palmas de Gran Canaria zahlreiche Clubs und Wohnungen durchsucht und insgesamt 42 Personen verhaftet.

Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, auf illegalem Weg Brasilianerinnen nach Spanien zu schmuggeln, um sie dort zur Prostitution zu zwingen. Viele der Mädchen sollen auf die Kanarischen Inseln gebracht worden sein.

Unter den Verhafteten befinden sich zwölf Spanier, sieben Kolumbianer, zwei Brasilianer, ein Argentinier und ein Inder, die als Anführer der Bande angesehen werden. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, die Frauen gelegentlich auch als Drogenkuriere bzw. zum Waffenschmuggel benutzt zu haben.

Seit Juli 2004 wurde gegen die Bande ermittelt

Die spanische Polizei ermittelt gegen den Verbrecherring bereits seit Juli 2004, nachdem sie von brasilianischen Kollegen über verdächtige Handlungen der Bande informiert wurde.

Die Frauen sollen mit Lügengeschichten dazu überredet worden sein, nach Spanien zu kommen, wo ihnen Arbeit als Kellnerinnen, Hausangestellte oder sogar als Schauspielerin versprochen wurde.

Die Kosten für den Flug sowie sämtliche Formalitäten wurden von der Bande übernommen, ingesamt waren es 4.000 Euro pro Frau. Sobald diese in Spanien waren, wurden sie sofort in privaten Wohnungen sowie einschlägigen Clubs untergebracht, wo sie ihre „Schulden“ als Prostituierte abarbeiten mussten. Um sie möglichst gefügig zu machen, wurde ihnen außerdem mit pseudo-religiösen Ritualen Angst eingejagt.

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