Inselpräsident Bravo de Laguna will erneut kandidieren


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Bei einer Pressekonferenz zur Verabschiedung des Haushalts 2015 zeigte sich der Cabildochef hochzufrieden mit der Entwicklung während seiner Amtszeit

Der Inselpräsident von Gran Canaria, José Miguel Bravo de Laguna, von der konservativen Partido Popular (PP) hat klar und eindeutig erklärt, dass er für die Wiederwahl als Oberhaupt des Cabildos kandidieren möchte.

Als er auf einer Pressekonferenz anlässlich der Verabschiedung des Haushalts für 2015 gefragt wurde, ob der aktuell vorgestellte Etat der letzte seiner politischen Karriere sein werde oder ob er noch vier Jahre weitermachen wolle, antwortete er mit scherzhafter Ironie „meine Kristallkugel habe ich heute Morgen auf dem Nachttisch vergessen“. Danach jedoch bekannte er sich dazu, dass er Interesse habe, noch einmal für das Amt des Inselpräsidenten zu kandidieren.

Die Partei habe jedoch, so führte er weiter aus, über die Kandidaturen noch nicht entschieden. „Wenn die PP sich für Kontinuität entscheidet und die Wähler mir ihr Vertrauen schenken, werden wir diese Arbeit fortführen. Wenn nicht, werden wir den Stab an jene weiterreichen, die uns demokratisch nachfolgen.“

So oder so werde der künftige Cabildo-Präsident eine viel bessere wirtschaftliche und finanzielle Situation vorfinden, als er selbst damals im Jahr 2011, als er das Amt übernahm.

Die „gute Gesundheit“ der Kassen des Cabildos erlaube eine kontinuierliche Haushaltsführung mit eigenen Einnahmen. Eine weitere Verschuldung sei nicht nötig, weder im Rahmen des RIC, des Kanarischen Investitionsreserve-Fonds, noch bei den Banken. Nur für die Landstraße nach La Aldea soll eventuell eine Finanzierung angestrebt werden, falls die Zentral- und Regionalregierungen sich einverstanden zeigen.

Zu Beginn seiner Amtszeit habe man einen Schuldenstand von 172 Millionen Euro vorgefunden. Während der laufenden Legislaturperiode sei es gelungen, diesen um fast 50 Millionen Euro auf 116 Millionen Euro zu senken. Zwar sei damals ein Überschuss von zehn Millionen Euro in der Kasse gewesen, aber auch unbeglichene Zahlungsverpflichtungen von 25 Millionen Euro.




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